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Eine Frage für den Winter: „Wer bist du? Wer bist du wirklich?“

Der Winter hat seine eigene Art zu reden. Du merkst es daran, dass das Licht früher verschwindet, dass die Luft kälter wird und dass der Rhythmus der Tage irgendwie langsamer wird. Auch wenn dein Terminkalender normal weiterläuft, hast du oft mehr Zeit für dich. Du bleibst lieber zu Hause, suchst Wärme und dein Körper braucht weniger Reize. Und irgendwo in dieser Stille taucht eine Frage auf, die einfach erscheint, aber etwas Großes eröffnen kann: Wer bist du? Das ist eine ganz alltägliche Frage, die in jedem Gespräch ihren Platz finden kann. In diesem Blogbeitrag möchte ich jedoch etwas tiefer gehen: „Wer bist du wirklich?“

Viele Menschen kennen sich vor allem durch das, was sie tun und durch die Rollen, die sie ausfüllen. Du bist Partner, Elternteil, Kollege, Freund, Begleiter, Unternehmer, derjenige, der alles regelt, derjenige, der stark bleibt, derjenige, der den Überblick behält. Diese Rollen sind wertvoll. Sie zeigen Verantwortung, Fürsorge und Engagement. Sie helfen dir, dein Leben zu organisieren und dich in der Welt zu bewegen. Und doch spürst du manchmal, vielleicht vor allem im Winter, dass unter diesen Schichten noch etwas anderes lebt, etwas, das älter ist als jede Rolle und das nicht verschwindet, wenn sich dein Leben verändert.

Dein Bewusstsein, das immer da ist

Aus tantrischer Sicht geht es genau darum: um die Schicht in dir, die immer da ist. Tantra verweist auf eine stille, klare Präsenz, die deine Erfahrung trägt. Deine Gedanken bewegen sich, deine Gefühle bewegen sich, dein Körper verändert sich, deine Tage sind immer anders gefärbt. Und gleichzeitig gibt es in dir etwas, das all dies wahrnehmen kann. Du merkst das, wenn du plötzlich feststellst, dass du angespannt bist, oder wenn du spürst, dass du bewegt bist, oder wenn du bemerkst, dass du innerlich unruhig wirst.

Allein diese Wahrnehmung zeigt, dass es ein Bewusstsein gibt, das beobachtet. Man könnte es einen inneren Zeugen nennen, einen Raum in dir, der nicht drängen oder ziehen muss, um präsent zu sein. Der Winter hilft, diesen Raum schneller zu erkennen, weil die Welt draußen von selbst ruhiger wird. Manche Menschen nehmen sich im Winter öfter Zeit zum Meditieren oder besinnen sich während der Rauhnächte. 

Wenn das Tempo nachlässt, kommt oft eine Einfachheit zum Vorschein. Du spürst deutlicher, was du brauchst. Du merkst schneller, wenn du deine Grenzen überschreitest. Manchmal hörst du auch die subtilen Fragen, die in geschäftigeren Jahreszeiten unter der Oberfläche bleiben. Was ist für mich wesentlich? Was bleibt übrig, wenn ich mich nicht ständig über Leistungen, Pläne und Erwartungen definiere? Wonach suche ich eigentlich?

Tantrische Essenz, das Ego im Tantra, im Winter und Shiva-Bewusstsein

Das Ego ist wie ein Mantel, der dir hilft, dich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Das Problem entsteht, wenn du vergisst, dass du diesen Mantel trägst. Dann fühlt sich der Mantel an, als wäre er deine ganze Identität.

Tantra und das Ego

Tantra spricht in diesem Zusammenhang von einer Erinnerung. Es ist die Erinnerung an dein eigenes Wesen, an den lebendigen Kern in dir, den du dir nicht verdienen musst. In der Tradition wird auch erwähnt, dass Menschen diesen Kern leicht vergessen, wenn ihre Aufmerksamkeit vor allem nach außen gerichtet ist. Das Leben verlangt viel, die Welt ist laut, der kulturelle Reflex ist oft: noch etwas hinzufügen, noch etwas verbessern, noch etwas beweisen. In dieser Bewegung kann ein Schleier entstehen, durch den du dich getrennt fühlst. Du erlebst dich selbst als jemanden, der gegenüber einer Welt funktionieren muss, die beurteilt, vergleicht und Erwartungen hat. Aus diesem Gefühl heraus wächst ein starkes Ich-Gefühl, das dir hilft, dich zurechtzufinden. Dieses Ich-Gefühl ist ein Hilfsmittel. Es organisiert dein Leben, schützt deine Grenzen und sorgt dafür, dass du Entscheidungen treffen kannst. In der modernen Psychologie nennen wir das das Ego.

Ich finde das Bild eines Wintermantels hier sehr hilfreich. Im Winter ziehst du einen Mantel an, weil es kalt ist. Das ist klug. Es ist Fürsorge. Es ist Schutz. So funktioniert auch das Ego. Es ist ein Mantel, der dir hilft, dich in einer komplexen Welt zurechtzufinden. Es gibt Struktur, es will Sicherheit, es sucht Bestätigung, es schützt deine Verletzlichkeit. Das Problem entsteht, wenn du vergisst, dass du diesen Mantel trägst. Dann fühlt sich der Mantel an, als wäre er deine ganze Identität. Und was darunter lebt, die sanfte Menschlichkeit, die offene Präsenz, die tiefe Lebendigkeit, tritt weniger in den Vordergrund.

Sei — versuche nicht zu werden. – Osho

In der tantrischen Philosophie werden drei Bewegungen genannt, die diesen Wintermantel dicker machen können. Das sind erkennbare Muster im menschlichen System. Die erste Bewegung ist Anziehung und Identifikation. Du kennst das vielleicht als das Gefühl, dass etwas dich mehr zu „dir” machen muss: ein Status, ein Titel, ein bestimmtes Image, ein Kauf, ein Erfolg, eine Idee, eine Überzeugung. Das kann alles für sich genommen schön sein. Es wird schwer, wenn du Wert darauf legst. Dann hast du für einen Moment das Gefühl, dass du existierst, dass du gesehen wirst, dass du wichtig bist, und dann beginnt die Suche von vorne.

Die zweite Bewegung ist Abwehr. Du machst dich sicherer, indem du dich gegen etwas oder jemanden abgrenzt. Das zeigt sich in schnellen Urteilen, in Sarkasmus, in Irritation, im Reflex, dich auf der richtigen Seite zu positionieren, und in einer extremen Form auch als Rassismus. Grenzen zu haben ist gesund. Abwehr wird hart, wenn sie das Herz verschließt und die Welt kleiner macht. Dann fühlt sich Verbundenheit kompliziert an, weil dein Mantel eher wie eine Rüstung wirkt.

Die dritte Bewegung ist das Festhalten an Sicherheit. Du willst Kontrolle, Vorhersehbarkeit, Garantien. Du merkst es, wenn dein System bei Veränderungen alarmiert ist, wenn dein Kopf Szenarien entwirft, wenn du plötzlich ein großes Bedürfnis nach Bestätigung hast, wenn dein Terminkalender voll ist, weil Leere sich unsicher anfühlt.

Hinter diesem Reflex steckt oft etwas sehr Menschliches: die Angst zu verlieren, die Angst, ausgeschlossen zu werden, die Angst, nicht mehr getragen zu werden. Und darunter liegt manchmal die große Schicht, die jeder kennt, so unterschiedlich auch immer: die Erkenntnis, dass alles endlich ist. Der Winter kann diese Schichten sichtbarer machen. Mehr Zeit drinnen, mehr Stille, mehr Raum im Kopf können zu mehr Grübeln führen. 

„Ich bin hier“

Gleichzeitig kann der Winter auch etwas anderes bringen: eine Erinnerung an Rhythmus. Die Natur hält den Sommer nicht fest. Sie bewegt sich. Sie lässt los. Sie zieht sich zurück. Und in diesem Zurückziehen sammelt sie Kraft. Wenn du das in deinem eigenen Leben erkennst, kommt oft mehr Vertrauen. Du musst dich nicht ständig anstrengen. Du darfst dich mit der Jahreszeit bewegen.

Du bist nicht verloren, du bist hier

Es gibt einen Satz, den ich gerne als Reisebegleiter mitgebe, weil er nichts Kompliziertes verlangt und doch viel eröffnet. Es ist ein Satz, den du auf dich wirken lassen kannst, während du unterwegs bist, während du Tee trinkst, während du auf den Zug wartest. Dieser Satz lautet: Ich bin hier. Du kannst ihn wie eine einfache Wahrheit fühlen. Ich bin hier, in diesem Körper, in diesem Atemzug, in diesem Moment.

Wenn du das wirklich zulässt, merkst du vielleicht, dass dein Dasein nicht erst besser werden muss, um wertvoll zu sein. Du merkst, dass du nicht erst etwas erreichen musst, um Liebe wert zu sein. Du merkst, dass du bereits von etwas in dir getragen wirst, das größer ist als deine Gedanken und deine Rollen. In tantrischer Sprache kann man das das tragende Bewusstsein nennen. In der Alltagssprache ist es dein innerer Raum, deine Präsenz, dein Zuhause in dir selbst.

Vielleicht ist das letztendlich die Einladung des Winters. Du musst deinen Mantel nicht ausziehen, du darfst ihn dankbar tragen. Und gleichzeitig darfst du ab und zu spüren, wer unter diesem Mantel lebt. Du darfst dich daran erinnern, dass es in dir etwas Sanftes gibt, das nicht gemacht werden muss. Etwas, das schon da ist. Etwas, das einfach sagt: Ich bin hier.


Jahreszyklus – Die Jahreszeiten des Seins

Mehr im Kama Tantra Podcast

Möchtest du mehr darüber erfahren? In dieser Folge des Kama Tantra Podcasts gehe ich näher auf dieses Thema ein, mit mehr Bezug zur tantrischen Tradition und mehr praktischen Beispielen aus unserem heutigen Leben.

Die Kraft der Scham: Wie sie deine Sexualität freier macht

Kennst du das: diesen plötzlichen, stillen Moment, in dem du dich zurückhältst? Du wolltest dich gerade zeigen. Vielleicht mit einem Wunsch, vielleicht mit einem Blick in die Augen von jemandem oder vielleicht mit deinem Körper? Und dann kommt auf einmal so ein Gefühl der Scham, einfach so aus dem Nichts. Es ist wie ein Schleier, der sich über dich legt, über deinen Körper, deine Energie. Du fühlst dich gehemmt und gleichzeitig warm, sicher und vertraut. Manchmal aber auch ziemlich frustriert.

In vielen Therapien, sogar in Tantragruppen, wird Scham als etwas dargestellt, von dem man sich befreien muss, als etwas, das man überwinden kann. Dies sei angeblich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstakzeptanz und sexueller Freiheit. Die Idee ist: „Wenn ich mich endlich nicht mehr schäme, kann ich mich wirklich zeigen. Dann kann ich genießen. Dann bin ich bereit für Intimität.“

Ich bin fest davon überzeugt, dass das nicht stimmt. Ich denke, Scham ist eher ein Anfang von sinnlicher Präsenz und nicht das Gegenteil. Wo du Scham empfindest, da ist auch dein Verlangen. Scham ist wie ein Wegweiser zu dem, was du dir wünschst.

„Scham ist eine Art zu überleben. Es ist eine Art, mit Beziehungsproblemen umzugehen, die Teil deiner Identität wird.“ Laurence Heller, in Healing Developmental Trauma (2012)

Wo Scham lebt, ist auch Sehnsucht

Im tantrischen Ansatz ist Scham also nicht das Gegenteil von verkörperter Präsenz, sondern oft gerade deren Anfang. Scham taucht genau dort auf, wo du innerlich weich wirst, wo etwas in dir berührt wird, ein Stückchen Wahrheit. Scham bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Sie heißt, dass du fühlst. Wenn du bereit bist, deiner Scham mit liebevoller Aufmerksamkeit zu begegnen, öffnet sich oft die Tür zu tieferer Erregung, ehrlicherer Verbindung und freierer Sexualität.

Scham ist eine Freundin – sie ist der Beweis, dass du fühlst

Im klassischen Tantra sieht man jede Empfindung und jedes Gefühl als Teil des Göttlichen, auch Scham. Sie ist eine Reaktion deines Körpers und deines inneren Systems, die total sinnvoll ist. Moderne Psychotherapien wie Internal Family Systems nach Richard Schwartz oder Compassion Focused Therapy nach Paul Gilbert zeigen: Scham entsteht oft da, wo ein Mensch sich eigentlich danach sehnt, gesehen zu werden, aber gleichzeitig Angst hat, abgelehnt zu werden. Scham ist ein Schutz. Sie ist wie eine zarte Haut, die sich über das legt, was uns heilig ist. Vielleicht schämst du dich da gerade, wo du dich eigentlich am meisten zeigen möchtest.

„Scham schützt verletzliche „Exiles“ (ausgeschlossene innere Anteile), die gesehen werden wollen, aber Angst vor Schmerz oder Ablehnung haben.“ – Richard C. Schwartz

Die geheime Nähe zwischen Scham und Erregung

Hast du schon mal gemerkt, wie nah beieinander Scham und Erregung eigentlich liegen? Beide lassen dein Herz schneller schlagen. Beide sorgen dafür, dass du dich warm und wohl fühlst, dein Gesicht rot wird und deine Haut sich spannt. Beide machen dich wach und lebendig.

Es ist ja oft so, dass wir uns dafür schämen, nackt und berührbar zu sein. Aber genau da liegt auch eine tiefere, sehr leise Erregung – ein versteckter Wunsch, gesehen zu werden, so wie wir wirklich sind.

Tantra lädt dich ein, dieser Spannung nicht auszuweichen. Du darfst sie gerne spüren. Du musst sie auch nicht gleich versuchen sie zu „lösen“. Du darfst ihr erlauben, dich Schicht für Schicht zu öffnen.

„Scham ist der Geburtsort des Perfektionismus, aber auch der Ort, an dem wir den Mut finden, echt zu sein. Wenn wir uns mit Empathie auf die Scham einlassen, treffen wir auf unser authentisches Selbst.“ Brené Brown, aus einem Vortrag und einer Zusammenfassung ihrer Arbeit (Daring Greatly, 2012)

Scham macht Sinn, und sie darf bleiben

Du musst dich nicht entschämen, um frei zu sein. Freiheit entsteht, wenn man das, was man hat, akzeptiert und nicht, wenn man Gefühle loswird. Wenn du deiner Scham Raum gibst, verändert sie sich. Sie wird weicher und beweglicher. Vielleicht bleibt sie da wie eine leise Stimme im Hintergrund, aber sie hält dich nicht mehr davon ab, dich zu bewegen.

In der tantrischen Sichtweise bedeutet Freiheit, nicht mehr von deiner Scham beherrscht zu werden.

  • Freiheit ist, wenn du fühlst – und trotzdem bleibst.
  • Wenn du dich schämst, und trotzdem sprichst.
  • Wenn du zitterst, und trotzdem berührst.

Dein Körper lügt nicht

In der tantrischen Philosophie ist der Körper sozusagen das Tor zur spirituellen Erfahrung. Scham, die du im Körper spürst, ist also nicht „im Weg“. Sie zeigt dir genau, wo du weicher werden kannst und wie du liebevoller mit dir umgehen kannst. Wenn du lernst, deiner Scham zuzuhören, eröffnet sich dir eine neue Welt: Du wirst sinnlicher, in deiner Tiefe, und nicht nur oberflächlich. Du wirst auf deiner Reise mehr und mehr frei und wahrhaftig. Dein Ausdruck wird klarer und lebendiger.

„Immer wenn ein intensives Gefühl aufkommt – sei es Lust, Schmerz, Erstaunen oder Angst – bleibe ganz darin gegenwärtig. So offenbart sich das Göttliche.“ – Vers 51 – Vijnana Bhariava Tantra

Scham ist Teil deiner Wahrheit

Tantra ist eine tolle Sache, um zu lernen, sein Begehren zu fühlen, ohne sich dafür zu verurteilen. Deine Zurückhaltung zu spüren, ohne sie sofort zu übergehen. Du darfst dich schämen, ohne dich davon fesseln zu lassen. Deine Scham zeigt dir, dass dir etwas wichtig ist. Du hast etwas zu geben, du bist berührbar und das ist nichts, wofür du dich verstecken musst.

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Nähe und Distanz – Die Liebeskunst der Verbindung

Ein cooler Leitfaden über Nähe, Distanz, Bindung und Intimität in Beziehungen

In Liebesbeziehungen spürt man es am deutlichsten: An einem Tag möchte man sich eng aneinander schmiegen, am nächsten braucht man etwas Freiraum. Dieser Unterschied kann zu Reibereien führen, mit Missverständnissen, übersehenen Signalen und kleinen Vorwürfen. Dabei ist die Liebe die ganze Zeit präsent. Sie schaut nur etwas verwirrt zu, weil unser Zugang zu ihr getrübt ist. Im Tantra sehen wir diesen Unterstrom als intakt an; was reibt, ist die Abstimmung auf den Rhythmus eurer Verbindung.

Nebenbei bemerkt: Das gleiche Spiel von Nähe und Distanz taucht auch in Freundschaften und bei der Arbeit auf, nur in anderen Formen und mit anderer Sprache. Es bleibt eine Frage des Tempos, der Grenzen und der Abstimmung.

Warum Nähe und Distanz einander brauchen

In der Śaiva-Tradition sprechen wir von spanda: der subtilen Lebenswelle des Öffnens und Zusammenziehens. In Beziehungen erkennt man das als natürliches Annähern und wieder Loslassen. Wer diese Welle zu spüren lernt, erlebt sanfteren Kontakt und wächst im Vertrauen. Manchmal möchte man verschmelzen, manchmal braucht man Kontur und Stille. Diese Abstimmung spielt in allen Arten von Beziehungen eine Rolle: Liebende, Co-Elternschaft, Polykonstellationen, Freundschaften.

Um diesem Rhythmus zu folgen, hilft es zu verstehen, wie dein Körper Sicherheit gelernt hat – deine Bindung.

Was Bindung mit deinem Rhythmus macht

Bei Bindung geht es darum, wie wir Sicherheit im Kontakt gelernt haben. Wer viel abgestimmte Nähe erfahren hat, entspannt sich oft in der Zweisamkeit. Wer Sicherheit in der Autonomie gefunden hat, fühlt sich mit ausreichend eigenem Raum wohl. Alte Verletzungen können den Lautstärkeregler beider Bedürfnisse höher stellen: Du suchst zusätzliche Nähe oder schottest dich schneller ab. Das ist ein Körper, der Schutz sucht.

Auslöser tauchen in kleinen Dingen auf: später nach Hause kommen, ein Wochenendplan ohne Absprache, das Smartphone, das dazwischenkommt. Manchmal vermischen sich Bedürfnisse sogar: Du sehnst dich nach dem Geruch einer Person und wünschst dir dennoch eine Viertelstunde allein. Es hilft, Prioritäten im Moment zu spüren: zuerst diese Welle, dann die nächste.

Ärger als Wegweiser zum Verlangen

Irritation zeigt oft auf das, was du gerne bekommen würdest. „Du sitzt wieder an deinem Handy” kann bedeuten: „Schau mich mal richtig an.” „Du hast schon wieder Pläne ohne mich” kann bedeuten: „Bestätige mir, dass ich wichtig bin.” Indem du Irritation in Verlangen übersetzt, wird das Gespräch sanfter und klarer.

Dein Körper als Kompass

Worte helfen, der Körper spricht direkter. Nähe kann sich warm und weit anfühlen, Raum kann die Brust zum Atmen bringen. Mach eine kurze Bestandsaufnahme: Wo spüre ich Raum? Wo spüre ich Druck? Atme dreimal tief durch und formuliere, was dein Körper jetzt braucht, um für den Kontakt verfügbar zu bleiben. Reaktionen werden so zu Entscheidungen statt zu Reflexen.

Zusammengefasst

  • Nähe und Distanz bilden eine Verbindungsenergie mit einem eigenen Tempo.
  • Bindung und alte Verletzungen beeinflussen deine Vorlieben, ohne dich festzulegen.
  • Irritation zeigt oft einen Wunsch, der ausgesprochen werden will.

Kleine Übung zur Abstimmung

Zeitfenster für Verbindung und Raum

Zeit: 20–30 Minuten pro Block • Ziel: Vorhersehbarkeit und Sicherheit • Fallstrick: über die Dauer verhandeln, anstatt zu fühlen

Plane einen Block ungeteilter Aufmerksamkeit und einen Block Solo-Zeit. Zum Beispiel: zwanzig Minuten zusammen ohne Telefon; dreißig Minuten getrennt mit geschlossener Tür. Rhythmus gibt Halt.

Nachbesprechung. Schließe mit zwei Sätzen ab: „Was hat funktioniert?” und „Was möchte ich anders?” So wird Lernen Teil der Praxis.

Was Tantra konkret beiträgt

Tantra bringt die Aufmerksamkeit zurück in den Körper und in den Raum zwischen euch. Ihr lernt, die Bewegung des Öffnens und Zusammenziehens zu erkennen, ohne zu urteilen und mit Respekt vor Grenzen. Die oben beschriebene Praxis ist einfach, bodenständig und direkt anwendbar. Aus dieser Perspektive ist Verbindung kein konstanter Zustand, sondern eher eine lebendige Welle, die ihr gemeinsam zu reiten lernt. Diese Erkenntnis entlastet, vertieft und macht spielerisch.

Gehen Vereinbarungen nicht auf Kosten der Spontaneität?

Klare Rahmenbedingungen schaffen Sicherheit. Sicherheit fördert Entspannung, und Entspannung ermöglicht Spontaneität.

Einladung

Wenn ihr lernt, die Balance zwischen Nähe und Freiraum zu spüren, bekommt die Liebe Raum zum Atmen und eine Richtung. Wenn ihr damit anfangen wollt, schaut euch doch mal unser Seminarprogramm an oder lasst euch persönlich oder als Paar begleiten, mit klaren, verkörperten Übungen, die zu eurem Tempo und eurer Beziehungsform passen.


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Wir sind zu Berührern von Maschinen geworden

Vor kurzem war es fast überall in den Nachrichten. Die Medien haben darüber berichtet, als wäre was Großes passiert. Das neue iPhone Air ist da! Es ist dünner als je zuvor, leichter als je zuvor. Das lässt auf große Begeisterung hoffen. Ein großer Schritt für die Menschheit, so scheint es. Wir berühren es. Das Smartphone. Öfter als unsere Liebsten, öfter als unsere Freunde, öfter als uns selbst. Unsere Finger kennen seine Konturen besser als die eines menschlichen Gesichts. Wir streicheln den Bildschirm mit einer Zärtlichkeit, die einst für Haut gedacht war.

Manchmal sagt man: „Männer wollen den Größten haben“, jetzt ist es der Dünnste, und nicht nur Männer. Das Smartphone ist zu einem Lustobjekt geworden. Als ob Gewicht und Dicke das letzte Hindernis zwischen uns und der perfekten Verbindung waren. Als ob dieses Gerät uns endlich das geben würde, wonach wir die ganze Zeit gesucht haben.

Aber was haben wir eigentlich gesucht?

Wir berühren, aber verbinden uns nicht

Wir berühren jetzt den ganzen Tag lang. Nicht einander, sondern Geräte. Unser Smartphone, ja – hunderte Male am Tag. Aber auch unseren Laptop, unsere sorgfältig ausgewählte Kaffeemaschine, unsere Waschmaschine mit Touchscreen, unser Auto mit Sensoren und Sprachsteuerung. Wir sind zu Berührern von Maschinen geworden. Und je mehr wir sie berühren, desto weniger scheinen wir uns gegenseitig zu berühren.

Wir scrollen durch Gespräche, aber vermeiden echten Blickkontakt. Wir swipen durch Dating-Apps. Wir verschicken Herzchen, aber vergessen, wie sich ein echter Herzschlag unter unserer Hand anfühlt. Wir berühren, aber verbinden uns nicht. Nicht, weil wir das nicht wollen. wir haben es vergessen. Weil wir glauben, dass Nähe digital sein kann. Dass Berührung eine Schnittstelle ist.

Die Illusion von Luft

„Air” nennt Apple es. Als ob das Gerät so leicht wäre, dass es zwischen uns und der Welt verschwindet. Aber das Gegenteil ist der Fall. Der Bildschirm ist zu einer Mauer geworden. Zu einer Barriere zwischen Haut und Haut. Zwischen Atem und Atem. Zwischen Mensch und Mensch.

Und die Hersteller von Smartphones und sozialen Medien sind schlau. Sie haben Benachrichtigungen erfunden. Wie viele bekommst du pro Tag? Und bei jeder Benachrichtigung, bei jedem „Ping” werden in unserem Körper Dopamine freigesetzt. Das wissen diese Entwickler ganz genau. Dopamin ist das sogenannte Belohnungshormon. Dopamin lässt unser Gehirn denken, dass möglicherweise etwas Interessantes oder Belohnendes auf uns zukommt. Und deshalb greifen wir immer wieder zu unserem Telefon, checken unsere Mailbox, werden süchtig nach Likes auf Facebook. Ping, ping, ping.

Dopamin ist viel älter als Smartphones, E-Mail oder soziale Medien. Dopamin wurde geschaffen, um bei einer liebevollen Berührung, einer Liebkosung, einer sanften, warmen Hand auf dem Rücken freigesetzt zu werden. Bei einer Umarmung, die länger als 20 Sekunden dauert, wird nicht nur Dopamin freigesetzt, sondern auch Oxytocin und Serotonin, Glückshormone. Und Dopamin schafft die Erwartung, die Hoffnung auf diese Glückshormone. Und bei diesen Benachrichtigungen bleiben wir in dieser Erwartung stecken, hungrig nach einem Glück, das nie kommt.

Wir verwechseln heute Berührung mit Interaktion. Wir denken, dass ein Emoji dasselbe ist wie ein Blick. Dass ein Symbol die Wärme einer Umarmung ersetzen kann. Aber unser Körper weiß es besser. Er sehnt sich nach den Berührungen, für die wir bestimmt sind. Willst du wirklich einen Dopamin- und Oxytocin-Anstieg? Dann küsse. Vor allem in einem romantischen oder intimen Kontext. Kein Kuss-Emoji kann da mithalten.

Wir sind nicht aus Glas gemacht

Wir sind aus Haut gemacht, aus Nerven, aus Blut, das bei echter Berührung schneller fließt. Wir sind nicht dafür gemacht, nur Pixel zu fühlen. Wir sind dafür gemacht, bei einem Kuss zu zittern, bei einer Liebkosung zu entspannen, uns bei einer Berührung zu öffnen, die nichts verlangt, sondern einfach nur da ist.

Deshalb lade ich dich ein. Mit Kama Tantra. Zueinander, statt zu einem Bildschirm. Zu einer echten Begegnung. Zu einer Berührung, die präsent, verbunden, respektvoll und liebevoll ist. Zu einem Raum, in dem wir wieder Menschen sein dürfen, keine Nutzer. Wo wir uns nicht hin und her swipen, wo wir uns spüren. 

Dünner denn je, aber du bist hier

Wenn wir also später das neue iPhone Air auspacken, bewundern wir vielleicht seine Eleganz. Aber lass uns auch spüren, was in unserem Leben dünner geworden ist. Nicht das Gerät, sondern der Raum zwischen uns. Der echte Raum, der Raum, der greifbar und menschlich ist.

Und lass uns diesen Raum wieder füllen. Mit uns selbst. Mit einander. Mit Berührungen, die nicht aufleuchten. Lass deine Berührungen Wärme schenken.

Ich umarme dich … mindestens 20 Sekunden lang!


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Tantrisches Spielen, Fantasie und Realität verbunden in Non-Dualität

Spielst du noch? Ich meine richtig spielen: kein Brettspiel mit Regeln, kein Fußball. Ein freies Spiel, das aus deiner Fantasie kommt, ein Spiel, das nirgendwohin führt und dich trotzdem überallhin mitnimmt. Ich hatte es lange verloren und habe jahrelang nach diesem Gefühl gesucht, in dem mein Körper spielen will, noch bevor ich es selbst merke. Ein Grinsen erscheint, meine Finger tasten, mein Atem verändert subtil seinen Rhythmus. In solchen Momenten wird mir klar, dass Verspieltheit mehr ist als Entspannung – sie ist eine Lebensweise. Das ist tantrisches Spielen.

In diesem Artikel teile ich, wie ich das Spielen aus dem Shaiva Tantra erlebe: als Tor zu Sinnlichkeit, Hingabe, Energie … und vor allem zur Verbindung mit anderen und mit mir selbst. Das Spiel bringt mich in meinen Körper und öffnet mich für den lebendigen Fluss des Lebens. Man muss nichts können, außer sich trauen, zu fühlen. Gleichzeitig betont die non-duale Tradition, dass die Realität unserer Sinne und die Welt unserer Fantasie beide Wellen im selben Bewusstsein sind – gleich real, gleich illusorisch.

Spiel als Tor zu Lila

Erinnerst du dich noch an das unbeschwerte Lächeln deiner Kindheit, den spielerischen Sprung ohne Grund oder das laute Lachen, das dir einfach so entfuhr? Im Shaiva Tantra nennen wir das Lila – das göttliche Spiel, mit dem das Universum sich selbst erschafft. Durch das Spielen aktivierst du dieselbe kreative Kraft, die Form und Energie in Bewegung setzt. Du musst nichts leisten oder planen. Deine Aufmerksamkeit reicht aus, um dir Zugang zu einem sakralen Tanz der Präsenz, Sinnlichkeit und Hingabe zu verschaffen.

Die Essenz des tantrischen Spiels

Tantrisches Spielen geht über Spiele hinaus: Es ist eine bewusste Lebenseinstellung. Drei Säulen bilden den Kern. Erstens: Präsenz. Dein Körper ist dein Kompass; spüre deinen Atem, deinen Herzschlag, die subtilen Reize auf deiner Haut. Zweitens: Vorstellungskraft. Fantasie ist keine Flucht, sie ist ein kreatives Instrument, das deine innere Welt mit der anderen in Kontakt bringt. Und drittens: Hingabe. Indem du die Kontrolle loslässt, wagst du es, dem spontanen Fluss der Empfindungen zu folgen, ohne zu urteilen oder Erwartungen zu haben.

Tantrisches Spielen in der Intimität

In der Erotik und im Liebesspiel entfaltet sich Verspieltheit auf ihre verführerischste Weise. Eine sanfte Liebkosung am Hals, eine leichte Berührung an der Innenseite des Handgelenks, ein Flüstern, das den Raum für Hingabe öffnet: Jede Geste wird zu einer Einladung. Wenn du spielst, entsteht ein Tanz des Gebens und Nehmens, in dem dein Verlangen und das deines Partners verschmelzen. In diesem Feld der gegenseitigen Abstimmung wächst die Spannung und Sinnlichkeit wird zu einem natürlichen Ausdruck der Verbindung.

Dich dem Körper hingeben

Tantrisches Spielen bedeutet, auf die Impulse des Körpers zu hören: die Hüfte, die sich bewegt, der Atem, der tiefer wird, der Klang, der geboren werden will. Keine feste Reihenfolge oder ein Skript, nur du und deine Empfindungen. In einem Moment der Liebe entdeckst du, was passiert, wenn du dich von der Weisheit deiner eigenen Energie leiten lässt. Du spürst, wohin du fließt, und lässt deinen Partner sich von den Wellen der sich entfaltenden Sehnsüchte mitreißen.

Die Kraft der Vorstellungskraft

Was du dir vorstellst, beeinflusst deinen Energiefluss. Ein einziger Gedanke kann ein Kribbeln auslösen. Ein inneres Bild kann eine Träne oder ein Verlangen hervorrufen. Im tantrischen Spiel ist Fantasie keine Flucht. Sie ist ein Tor zu körperlichem und emotionalem Kontakt. Sie aktiviert dieselben Sinne, die auf Berührungen reagieren – manchmal sogar noch intensiver.

Picasso hat es schon gesagt: „Wenn du es fantasieren kannst, ist es Realität.“ Diese Aussage kommt einer tiefen tantrischen Wahrheit sehr nahe: Unsere Erfahrung wird nicht nur durch das geprägt, was „tatsächlich“ geschieht, sondern auch durch das, was in uns lebt.

Tantrisches Spielen - Pablo Picasso zeichent eine Fantasie und kreiert so eine neue Realität.


Pablo Picasso war ein super spielerischer Künstler. Auf diesem Foto zeichnet er mit Licht. Seine Fantasie wird zu einer Realität, die zwar eine Illusion ist, aber trotzdem echt existiert.

Was ist echt? Spiel, Illusion und non-duale Realität

Nach der non-dualen Tradition – wie im Shaiva Tantra – sind sowohl Sinneswahrnehmungen als auch innere Erfahrungen Ausdruck ein und desselben Bewusstseins. Die Unterscheidung zwischen „innen” und „außen”, „echt” und „imaginär” ist letztlich ein Spiel des Geistes selbst.

Stell dir vor: Dein Partner berührt dich – deine Haut kribbelt. Aber stell dir auch vor, dass du nur an diese Berührung denkst – und dein Körper reagiert trotzdem. Ist der Unterschied zwischen diesen beiden wirklich so groß?

Tantra lädt dich ein, diese Unterscheidung loszulassen. Die Sinne und die Vorstellungskraft sind beide Tore zu lebendigem Kontakt. Spielen – sowohl in der Fantasie als auch in der körperlichen Erfahrung – wird dann zu einem direkten Zugang zu dem, was wirklich gefühlt wird, unabhängig davon, ob es „draußen“ oder „drinnen“ stattfindet. Alles, was Aufmerksamkeit bekommt, lebt.

Tantrisches Spielen im Alltag

Was du in der Intimität übst, kannst du in jede Begegnung mitnehmen. Ob du kochst, spazieren gehst, arbeitest oder redest, spiel die Rolle des aufmerksamen Teilnehmers. Hör mit Staunen zu, beweg dich aus Neugier, sprich aus deinem Herzen. So verwandelst du Routine in Ritual und entdeckst, dass das Sacrale in den kleinsten Momenten steckt. 

Spiel erweitert die Realität und macht dich lebendiger in allem, was du tust.Und auch das ist Kama Tantra: uralte Weisheit und Spiritualität in den Alltag von heute zu bringen.

Möchtest du diese Energie noch weiter erforschen? Du bist sehr willkommen bei unseren Seminaren.

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„Wir sind Rosen, sagten die Rosen“ – Ein tantrischer Blick auf Verbindung und Selbstliebe

Es gibt Momente, in denen wir uns danach sehnen, wirklich gesehen zu werden, aus der Gruppe herauszutreten, als jemand Einzigartiges. Wir wollen anerkannt werden, spüren, dass wir Bedeutung haben. Und wenn wir uns umschauen, sehen wir, dass es viele gibt, die so sind wie wir. Das hat mich früher echt verwirrt. Ich bin doch gar nicht so einzigartig. Wie kann ich mich dann besonders fühlen? Wie kann ich mich geliebt fühlen, von anderen, von mir selbst, wenn ich so durchschnittlich bin? Ich habe versucht, mich abzuheben, aufzufallen, besser zu sein als andere. Wie ein Affe im Zirkus. „Schaut, ich kann einen Trick, liebt mich!“ „Schaut, ich kann noch einen, und noch einen!“ „Schaut her!“ Später habe ich gemerkt, dass ich den falschen Weg eingeschlagen hatte und mich damit sinnlos erschöpft hatte. Dieses Zitat „Wir sind Rosen, sagten die Rosen“ erklärt das ganz gut.

Der Garten des kleinen Prinzen

In „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry gibt es den Satz: „Nous sommes des roses, dirent les roses.“

Der kleine Prinz reist von Planet zu Planet, überzeugt davon, dass seine einzige Rose, die er mit so viel Liebe und Hingabe pflegt, die einzige ihrer Art ist. Dann kommt er auf die Erde und sieht einen Garten voller Rosen, die genau wie seine aussehen. Seine erste Reaktion ist Verwirrung – war seine Rose denn nicht einzigartig? Auf den ersten Blick scheint er die Besonderheit seiner eigenen Rose in Frage zu stellen. 

Erst als er den Fuchs trifft, ändert sich seine Sichtweise. Der Fuchs zeigt ihm, dass seine Rose doch etwas Besonderes ist, aber nicht wegen ihres Aussehens. Ihr Wert liegt in der Fürsorge und Liebe, die er ihr gegeben hat. Was wir schätzen, gewinnt an Bedeutung.

Das gilt auch für Menschen. Wir blühen durch die Liebe und Hingabe, die wir in unseren Begegnungen erfahren. Nicht weil wir außergewöhnlich sind, sondern weil jemand uns mit echter Aufmerksamkeit sieht, weil es Raum gibt, einander zu spüren, ohne Eile präsent zu sein. Das ist es, was Verbindung vertieft.

Alles ist eins – Verbindung beginnt in dir

In Tantra und Advaita Vedanta kennen wir das besondere Prinzip der Nicht-Dualität: Es gibt keine Trennung zwischen dir und dem Leben, zwischen dir und dem anderen. Alles fließt aus derselben Quelle, alles ist verbunden.

Wir sind Rosen, Tantra Selbstliebe und Verbindung

Wir sind Menschen, sagten die Menschen

So wie die Rosen im Garten des kleinen Prinzen nicht für sich allein stehen, sondern Teil eines größeren Ganzen sind, so sind auch wir Menschen miteinander verbunden. Wir denken oft in Begriffen von Unterschieden, von Abgrenzungen – als ob unser Wert davon abhängt, wie wir uns von anderen unterscheiden. Wenn wir jedoch tiefer schauen, sehen wir, dass das, was uns wirklich lebendig macht, nicht die Tatsache ist, dass wir einzigartig sind, sondern die Beziehungen, die uns nähren. Wir existieren in der Begegnung, in der Energie, die zwischen uns fließt. Das fängt bei uns selbst an. Selbstliebe ist die Basis, auf der jede Verbindung ruht. Es geht nicht mehr darum, ob du „besser” oder „schlechter” bist als die anderen. Wir sind alle Menschen. „Wir sind Menschen, sagten die Menschen”, könnte man in Anlehnung an die Geschichte vom Kleinen Prinzen sagen. Du musst nicht einzigartig sein.

Was dich für dich selbst einzigartig macht, ist der Wert und die Liebe, die du dir selbst schenkst. Du darfst sozusagen deine eigene Rose sein. Wenn du dich selbst wirklich fühlen kannst, in deinem eigenen Körper, in deinen eigenen Gefühlen präsent sein kannst, wird die Begegnung mit einem anderen Menschen ganz von selbst tiefer. Liebe ist dann keine Suche nach Bestätigung mehr. Sie kann zu einem Raum werden, in dem du und der andere sich selbst erkennen können.

Genau wie bei den Rosen wächst die Kraft einer Begegnung durch die Aufmerksamkeit, die wir ihr schenken. Die Schönheit liegt nicht darin, wie einzigartig jemand ist, sondern in der Offenheit, mit der wir ihn erleben. Wenn du jemanden mit Liebe betrachtest, lässt du diese Person aufblühen.

Eine Lektion in Liebe

Wie oft denken wir, dass Liebe gesucht oder verdient werden muss? Wie oft tun wir Dinge, um Liebe zu bekommen? Vielleicht hast du dich schon oft verausgabt, deine Grenzen überschritten und bist trotzdem enttäuscht zurückgeblieben. Die Lösung ist, dass Liebe im „Sein” existiert und nicht im „Tun”. Liebe entsteht in der Gegenwart – in dem Moment, in dem du dich wirklich öffnest, ohne Ablenkung, ohne Erwartungen.

Als der kleine Prinz erkennt, dass seine Rose nicht wertvoll ist, weil sie anders ist als die anderen, sondern weil er sie gepflegt und gehegt hat, verändert sich seine Sichtweise. Liebe ist kein Besitz, keine Exklusivität. Liebe ist ein Feld, das sich immer weiter öffnet, je mehr wir uns darauf einlassen.

Im Tantra wird Liebe als eine Energie gesehen, die durch uns fließt, sobald wir sie zulassen. Liebe ist nicht etwas, das uns zusteht, etwas, das wir erhalten oder nicht erhalten. Jede Begegnung wird zu einem Spiegel – je bewusster wir uns selbst erleben, desto tiefer empfinden wir einen anderen Menschen.

Liebe beginnt in uns selbst, als eine natürliche Wärme, die vorhanden ist, sobald wir nicht mehr versuchen, „zu werden”, sondern einfach zu sein wagen. Liebe als externe Kraft ist eine Illusion.

Wenn du heute jemanden triffst – mit einem Blick, einer Berührung oder einem Wort – erinnere dich daran: Was diesen Moment ausmacht, ist die Energie, die du hineinsteckst. Was wir nähren, wächst.

So wie eine Rose durch die Aufmerksamkeit, die du ihr schenkst, besonders wird, blühen auch Menschen durch die Liebe und Hingabe, die du ihnen in deiner Begegnung entgegenbringst. Weil du sie wirklich siehst.

Vergleiche loslassen, tiefer erleben

Heute scheint alles messbar zu sein – Likes, Anerkennung, Status. Aber Tantra zeigt uns einen anderen Weg. Liebe und Verbundenheit entstehen nicht durch Vergleiche oder Überlegenheit.

Wenn du heute jemanden berührst, frag dich selbst: Wie präsent bin ich gerade? Wie tief lasse ich diese Erfahrung auf mich wirken?

Tantra erinnert uns daran: Was du mit Liebe, Aufmerksamkeit und Präsenz nährst, gewinnt an Bedeutung. Das versuchen wir auch jedesmal zu integrieren in unseren Seminaren.


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Tantra und schuldfreier Fülle in einer Welt der Knappheit

Es fällt mir immer mehr auf: Wir leben inmitten des Überflusses. In Westeuropa sind Nahrung, Gesundheit, Technologie, Komfort und Freizeit in Hülle und Fülle vorhanden. Trotzdem fühlen sich viele gehetzt, ängstlich und unfertig. Als ob immer etwas fehlt: Zeit, Ruhe, Energie, Sicherheit, Orientierung. In unserer Welt, in der fast alles verfügbar ist, scheint das Gefühl des Mangels stärker denn je zu sein. Tantra und Fülle ohne Schuldgefühle zeigen einen anderen Weg – einen, der nicht auf Leistung und Konsum basiert, sondern auf innerer Erlaubnis, zu empfangen, was bereits da ist. Warum leiden so viele Menschen trotzdem unter dieser Knappheit?

Dieses Gefühl der Knappheit kommt nicht von ungefähr. Unsere Gesellschaft profitiert von Knappheit – nicht als Tatsache, sondern als Erfahrung. Diejenigen, die glauben, dass sie knapp sind, suchen weiter. Und diejenigen, die weiter suchen, bewegen sich weiter, kaufen, produzieren, gehorchen. So wird das Gefühl der Knappheit zu einem unsichtbaren Treibstoff: Es hält das System am Laufen.

Mit dieser Feststellung will ich übrigens nicht ignorieren, dass auch in Europa Menschen in Armut leben und dass der Reichtum sehr ungerecht verteilt ist. Mit diesem Text möchte ich vor allem das inszenierte Gefühl der Knappheit in Frage stellen.

Fülle ist erlaubt, solange du dafür bezahlst

Die Wirtschaft koppelt Vergnügen gezielt an Konsum. Ein Wellnesstag, ein luxuriöses Abendessen, ein Lifestyle-Abonnement – all das verwandelt Genuss in eine Ware. Selbst Erholung lässt sich heute verkaufen. Dagegen ist im Grunde nichts einzuwenden. Doch was wird, wenn wir nur noch das als Genuss anerkennen, was ein Preisschild trägt? Wenn Freude, Ruhe und Sinnlichkeit ihren Wert verlieren, sobald sie keinen Profit bringen und keine Effizienz steigern?

Diejenigen, die sich innerlich gesättigt fühlen, sind schwerer zu beeinflussen. Keine Werbekampagne kann mit jemandem mithalten, der sich in seinem Körper, in seiner Atmung, im Moment zu Hause fühlt. Deshalb werden unsere natürlichen Impulse wie Ruhe, Freude und sinnliches Vergnügen oft beschnitten. Nicht durch ausdrückliche Verbote, sondern durch sozialen Druck, kulturelle Normen und Wirtschaftssysteme, die immer mehr von dir verlangen.

Tantra und Fülle ohne Schuldgefühle

Laut dieser Anzeige kannst du dein Glück kaufen, sogar mit 50% Rabatt. Ein typisches Beispiel für das Marketing des Überflusses.Es ist erlaubt, weil du dafür bezahlt und dafür gearbeitet hast. Dann musst du dich auch nicht schuldig fühlen.

Angst als Motivator: von der Regierung bis zur Ökologie

Ängste, dass wir nicht genug haben, werden ständig geschürt. Der Wirtschaftssektor nährt sie, um immer wieder Produkte als Lösung für vermeintliche Engpässe anzubieten. Die Regierung greift durch Regulierung und Kontrolle ein, wobei das Versprechen von Sicherheit ihre Legitimität stärkt. Selbst die Umweltbewegung – obwohl sie von Idealismus getrieben wird – nutzt oft die Angst als Mittel: Vorhersagen von Klimakatastrophen beherrschen den Diskurs. Das ist auch richtig, und gleichzeitig halten sie wiederum die Menschen unnötigerweise vom Gefühl der Fülle fern.

Doch gerade diese ökologische Bewegung birgt ungenutztes Potenzial. Ein ökologisches Leben schenkt uns ebenfalls Fülle. In der Verbundenheit mit der Erde, in der Einfachheit, im Rhythmus und in der Sinnlichkeit entdecken wir eine stille Freude, die selten Beachtung findet. Der Weg zur Nachhaltigkeit muss kein Weg der Selbstaufopferung sein – er gewinnt an Tiefe, wenn wir uns lebendig mit allem verbinden, was uns nährt.

Warum Schuldgefühle mit Fülle verwoben sind

Die Schuldgefühle, die mit Vergnügen verbunden sind, sind nicht angeboren. Sie ist erlernt. Durch religiöse Traditionen, in denen dem körperlichen Vergnügen misstraut wurde. Durch Wirtschaftsmodelle, in denen der Wert von der Produktivität abhängt. Durch Erziehungsmuster, in denen Freude zugunsten von Ruhe oder Kontrolle heruntergespielt wurde. Und durch gesellschaftliche Normen, die alles, was zu ausdrucksstark, zu laut, zu frei ist, als übertrieben oder egoistisch abtaten.

Viele haben als Kinder gelernt, dass ihre Lebendigkeit zu viel ist. Dass ihr Tanzen, ihre Fragen, ihr Glück störend sein könnten. So entsteht der Glaube, dass es gefährlich ist, Gefühle zuzulassen. Dass du dich zurückhalten musst, um geliebt zu werden. Dass du nur empfangen kannst, wenn du zuerst gibst.

Diese Überzeugungen setzen sich in unserem Körper fest. Sie machen uns vorsichtig, angespannt und müde. Sie schwächen den Fluss der Lebensenergie, die sich sonst frei bewegen würde.

Fülle beginnt im Körper

Fülle ist kein Besitz, sondern eine Erfahrung. Sie offenbart sich, wenn wir es wagen, bei dem zu verweilen, was bereits da ist. Im Sonnenlicht auf unserer Haut. Im Geruch von frischem Brot. In einer unerwartet zärtlichen Berührung. In der Stille, in der dein Atem spürbar wird. Du musst nichts besitzen, um Fülle zu erfahren – erlaube dem Leben einfach, dich zu berühren.

Diese Erfahrung erfordert Erlaubnis. Die innere Erlaubnis, zu empfangen, berührt zu werden und ohne Erklärung zu genießen. Wir haben gelernt, uns nur dann zu entspannen, wenn wir es verdient haben, und nur dann zu fühlen, wenn es funktional ist. Das Ergebnis ist, dass wir unsere Sinneswelt einschränken, obwohl sie nur das Tor zu einem Reichtum öffnet, der immer verfügbar ist.

Tantra als Erinnerung an innere Freiheit

Tantra durchbricht diese Muster durch direkte Erfahrung. Es lädt dazu ein, das wiederzuentdecken, was wir schon immer waren: fühlende Wesen, verkörpert und lebendig. Alles, was sie verlangt, ist die Bereitschaft, zu fühlen. Und das Leben wieder als etwas zuzulassen, das durch dich fließen will. Nicht als etwas, das du dir unbedingt verdienen musst.

Schuldfreies Genießen ist ein Akt der inneren Befreiung, eine Rückkehr zur Wahrheit. Zu der einfachen, unverfälschten, sanften Erkenntnis, dass du lebendig bist. Dass du genug bist. Dass du atmen, empfangen, berühren, spielen, lieben darfst – ohne Bedingung, ohne Entschuldigung.

Wenn wir zulassen, was wir wirklich sind, werden wir weniger anfällig für Manipulation. Weniger abhängig von Belohnungen. Und gleichzeitig viel gefühlvoller, weicher und kraftvoller.

Fülle ist dein ursprünglicher Zustand

Du musst nichts lösen, um Fülle erleben zu dürfen. Du bist kein Defizit. Du bist kein Projekt, das abgeschlossen werden muss. Der Fluss ist bereits da. Er wartet nur noch auf deine Erlaubnis.

Tantra öffnet die Tür zu diesem Fluss. Nicht um etwas zu besitzen, sondern um voll und ganz zu leben. In Verbindung mit deinem Atem, deiner Haut, deinem Verlangen. Im Kontakt mit dem Reichtum des Augenblicks.

Ohne Schuldgefühle. Ohne Eile. Voll und ganz präsent.

Tantra öffnet den Fluss ohne Schuldgefühle

Im Kama Tantra schaffen wir einen Raum, in dem der Reichtum wieder spürbar wird. Das ist kein Konzept, sondern eine direkte Erfahrung durch den Körper. In unseren Seminaren laden wir die Menschen ein, in ihren eigenen Rhythmus, ihre Sinne und ihren Atem einzutauchen. Das schafft Kontakt – mit dir selbst, mit dem anderen, mit dem Leben selbst.

Du lernst:

  • deinen Körper zu bewohnen, ohne zu urteilen
  • deine Lebensenergie ohne Angst willkommen zu heißen
  • deine Sehnsüchte ohne Scham zu spüren
  • dich ohne Ausreden auszuruhen
  • dein Vergnügen ohne Schuldgefühle zu erleben

Wir arbeiten mit Berührung, Atem, Stimme, Stille und sanfter Präsenz, um zuzulassen, was bereits da ist. Was erscheint, ist eine tiefe, stille Suffizienz. Als ob dein Körper sich daran erinnert, dass er leben darf, ohne Bedingungen.

Lies mehr über unseren Ansatz und unsere Werte: Über Kama Tantra


Seminare in dem Thema

Bewusst fühlen im Tantra – Die Kraft der inneren Zeugin

Vielleicht kennst du das: Jemand sagt etwas, das dich unvermittelt berührt. Oder ein Moment bringt dich aus dem Gleichgewicht – ein Blick, eine Erinnerung, eine Emotion, die plötzlich wie eine Welle in dir hochkommt. Ohne es zu wollen, bist du in einer Reaktion gefangen: Du spannst dich an, ziehst dich zurück oder wirst überwältigt von dem, was geschieht. Später fragst du dich: Warum hat mich das so aus der Bahn geworfen? Wie hätte ich präsenter damit umgehen können? Genau hier beginnt der tantrische Weg der inneren Zeugin. Sie ist kein Konzept, keine Technik, sondern eine Qualität in dir, die dich einlädt, mit allem, was auftaucht, bewusst und liebevoll gegenwärtig zu bleiben – ohne zu fliehen, ohne dich zu verlieren. In diesem Artikel erfährst du, was es bedeutet, in dieser Haltung zu leben und wie du sie in deinen Alltag integrieren kannst.

Die innere Zeugin – dein ruhiger Mittelpunkt

Im tantrischen Verständnis ist die innere Zeugin jene Präsenz in dir, die wahrnimmt, ohne zu bewerten. Sie beobachtet Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen und energetische Bewegungen – nicht distanziert, sondern liebevoll, atmend, verkörpert. Wenn du wütend bist, sagt die Zeugin nicht: „Ich bin wütend“, sondern erkennt: „Da ist Wut – und ich bin hier.“ Diese einfache Verschiebung bringt dich aus der Identifikation zurück in die Präsenz.

Die Zeugin ist nicht passiv. Sie ist wach, weit, zugewandt. Sie beobachtet aus einem inneren Raum von Mitgefühl und Klarheit, ohne etwas wegmachen oder verändern zu wollen. Und genau darin liegt ihre Kraft: Sie öffnet dir einen inneren Raum, in dem du fühlen kannst, ohne überflutet zu werden. In dem du atmen kannst, selbst wenn es intensiv wird. In dem du in Beziehung bleibst – zu dir selbst und zu allem, was durch dich hindurchfließt.

Zeugenbewusstsein bringt dich in deine Freiheit

Wenn du lernst, dein inneres Erleben zu bezeugen, anstatt dich damit zu identifizieren, entsteht eine neue Qualität von Freiheit. Du bist nicht mehr Spielball deiner Muster, sondern bewusste*r Zeugin dessen, was dich bewegt. Dabei geht es nicht darum, Gefühle zu unterdrücken oder cool zu bleiben. Im Gegenteil: Du spürst vielleicht sogar intensiver, aber mit einem neuen Boden unter den Füßen.

Zeugenbewusstsein gibt dir die Möglichkeit, bei dir zu bleiben – mitten im Sturm. Es schafft einen inneren Halt, der nicht hart ist, sondern durchlässig, weich, lebendig. Und es ermöglicht dir, aus einer klaren Verbindung mit dir selbst zu handeln, statt aus alten Automatismen.

Zeugenbewusstsein ist keine Dissoziation

Manchmal wird Zeugenbewusstsein mit Dissoziation verwechselt – einem Zustand, in dem du zwar beobachtest, aber innerlich nicht mehr wirklich da bist. Du fühlst kaum, der Körper scheint weit weg. Doch echte tantrische Präsenz ist etwas anderes: Sie ist verkörpert, atmend, mitfühlend. Die Zeugin bleibt in Kontakt – auch wenn es intensiv wird. Wenn du dich entfernt fühlst, hilft es oft, zum Atem zurückzukehren oder den Körper zu spüren. So wird Beobachten wieder lebendiges Dasein.


Engel Damiel als Symbol für liebevolles Beobachten: Bewusst fühlen mit der inneren Zeugin

Ein starkes Bild für das, was die tantrische Zeugin verkörpert, findest du im Film Der Himmel über Berlin, meinem absoluten Lieblingsfilm. Damiel, der Engel, beobachtet die Menschen: ihre Gedanken, ihre Einsamkeit, ihre Verletzlichkeit. Er sieht alles, urteilt nicht, hält Raum. Seine Präsenz ist still, zärtlich und allgegenwärtig. Doch irgendwann merkt er: Es reicht nicht. Er will das Leben nicht nur sehen, sondern fühlen – mit Haut, Herz und Atem. Dieser Wendepunkt ist tief tantrisch. Auch du bist eingeladen, dich nicht in die Rolle der Beobachtenden zu verlieren, sondern dein Bewusstsein ins Leben zu bringen – in Berührung, in Beziehung, in Sinnlichkeit. Die Zeugin in dir darf fühlen, darf lieben, darf weinen, darf lachen. Sie darf ganz Mensch sein – verkörpert, wach und offen.


Eine einfache Praxis für deinen Alltag

Such dir einen ruhigen Moment, in dem du ungestört bist. Setze dich bequem hin, schließe die Augen und spüre deinen Körper. Atme ein paarmal tief durch. Dann erlaube einem Gefühl, Gedanken oder einer Körperempfindung aufzutauchen. Vielleicht ist es etwas Angenehmes, vielleicht auch nicht. Beobachte es mit dem Satz: „Ich sehe dich. Ich bin hier.“

Lass alles da sein, ohne es festzuhalten oder wegzuschieben. Spüre deinen Atem, deine Füße, deinen Herzraum. Bleibe mit dir verbunden – sanft, liebevoll, atmend. Vielleicht dauert es nur fünf Minuten. Vielleicht wirst du überrascht sein, wie viel sich allein durch diese Art des Daseins verändert.

Die Zeugin ist die Tür zu dir selbst

Tantrisches Zeugenbewusstsein ist kein Rückzug aus dem Leben, sondern eine Einladung, tiefer einzutauchen. Es ist eine Haltung, die dich in Kontakt bringt – mit dir, mit deinem Körper, mit deiner Wahrheit. Wenn du aus dieser inneren Weite heraus lebst, musst du nichts mehr verstecken oder zurückhalten. Du darfst ganz du selbst sein, genau so, wie du gerade bist.

Bewusst fühlen mit der inneren Zeugin – Dein Weg zu verkörperter Präsenz

Wenn du diese Qualität in dir stärken möchtest, begleiten wir dich gern. In unseren Workshops kannst du lernen, die Zeugin in dir lebendig werden zu lassen – nicht als Konzept, sondern als verkörperte Erfahrung. Bei Kama Tantra findest du Räume, in denen du bewusst statt brav leben darfst – wach, verbunden, sinnlich und frei.


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Du sein statt da sein

Eine tantrische Einladung, zu dir selbst und zu deiner Sexualität nach Hause zu kommen

Es gab Zeiten, da funktionierte ich wie eine perfekt geölte Maschine. Ich stand auf, kochte Kaffee, erledigte, was zu tun war, sprach mit Menschen, lachte sogar gelegentlich, wenn es sein musste. Und doch spürte ich es: Etwas fehlte. Ich bin da, aber nicht wirklich da. Ein Teil von mir blieb stumm. Ein Teil von mir blieb zurück – irgendwo zwischen den Terminen, den Erwartungen und der inneren Abwesenheit. Vielleicht kennst du das auch von dir?

In unserer Gesellschaft geht es so oft um Präsenz, aber selten darum, wirklich in sich selbst präsent zu sein. Der tantrische Weg lädt dich ein, tiefer zu sinken. Nicht nur präsent zu sein, sondern wirklich du selbst zu sein. Nicht nur zu existieren, sondern vollständig zu leben – zu fühlen, zu atmen, zu lieben, mit jeder Faser deines Körpers, mit jedem Atemzug deiner Seele. Mit allem, was in diesem Moment da ist, mit allem, was du mitbringst. Einfach alles.

Du selbst zu sein bedeutet nicht, dass du dich einem idealisierten Bild davon anpassen musst, wer du sein solltest. Es bedeutet, dass du es wagst, in deinem Inneren, in deinem Körper, in deiner Wahrheit zu leben. Es ist eine subtile, aber radikale Entscheidung: nicht auf der Grundlage dessen zu leben, was die Welt von dir erwartet, sondern auf der Grundlage dessen, wer du im Wesentlichen bist. Wenn du wirklich du selbst bist, musst du nichts beweisen. Dann entsteht Nähe ganz natürlich – zu dir selbst, zu anderen, zum Leben.

Das ist jedoch nicht immer einfach. Denn wir haben uns daran gewöhnt, uns anzupassen, anstatt zu fühlen, anstatt wir selbst zu sein. Wir haben gelernt, dass Sicherheit in der Kontrolle liegt, dass Liebe verdient werden muss, dass Anerkennung auf Leistungen folgt. Alles sehr wertvolle Prinzipien. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wir strengen uns an. Wir opfern Dinge. Und irgendwo unter all diesen Schichten, unter all diesem „Tun“ flüstert das Leben: Komm zurück. Komm zurück zu deiner Sanftheit, deinem Atem, deinem Verlangen. Komm nach Hause zu deinem Herzen, deinem Körper, deiner Seele.

Tantra zeigt uns den Weg zurück. Nicht als etwas Erhabenes oder Ätherisches, sondern als etwas Konkretes und Irdisches. Nicht als große mystische Reise – sondern als die einfache Kunst, die eigene Präsenz wieder zu spüren. Nicht morgen, nicht auf einem Retreat, sondern hier, jetzt, im Rhythmus deines Tages.

Vielleicht beginnt es damit, wie du aufwachst. Nicht mit deinem Handy, sondern mit einer Hand auf deinem Bauch. Vielleicht in der Art, wie du deine Haut beim Duschen berührst – nicht hastig, sondern liebevoll. Vielleicht im Kontakt mit einer anderen Person – nicht mit dem Kopf bei der nächsten Antwort, sondern mit dem Herzen im Moment.

Auf diese Weise wird dein tägliches Leben zu einem Ritual. Und deine Präsenz zu einer stillen Einladung an das Leben, dich tiefer zu berühren.

Und wenn du auf diese Weise in deinem täglichen Leben präsent bist, verändert sich auch deine Sexualität. Sie wird weicher, tiefer, echter – nicht länger eine Performance oder ein Bedürfnis, etwas zu erreichen, sondern ein lebendiges Wechselspiel aus Hingabe und Verbindung. Intimität wird dann nicht zu einem zweckgerichteten Spiel, sondern zu einem Tanz zwischen zwei Seelen, die sich nicht verlieren, sondern bei sich zu Hause bleiben, während sie sich begegnen.

Bei der klassischen Sexualität berühren sich zwei Körper. Bei der tantrischen Sexualität berühren sich zwei Bereiche der Existenz – Atem, Energie, Präsenz.

Du liebst aus einem Zustand der Ganzheit heraus. Aus einer inneren Stille, die nichts sucht, sondern alles empfängt. Du bleibst mit dir selbst verbunden, auch wenn du den anderen berührst. Und das macht den Unterschied. Denn wenn du deinen eigenen Körper, deinen eigenen Atem, deine eigenen Wünsche wirklich spürst, ist der Grundstein für eine echte Begegnung gelegt.

Nur wer sich selbst wirklich spürt, kann auch den anderen wahrhaftig empfinden. Solange wir nicht in unserem eigenen Körper wohnen, bleiben Begegnungen leer – körperlich wie seelisch. – Daniel Odier

In der Sexualität zu sein bedeutet, dass du nichts sein, nichts erreichen oder nichts beweisen musst. Du kannst in deinem Bauch, in deinem Herzen, in deinem Becken präsent bleiben – selbst wenn die andere Person näher kommt. Besonders dann.

Denn nur wenn du in deinem eigenen Körper zu Hause bist, kannst du wirklich empfangen. Wirklich geben. Wirklich verschmelzen – ohne dich selbst zu verlieren.

Das ist das Geheimnis tantrischer Sexualität: Nicht mehr tun, sondern mehr sein. Nicht härter fühlen, sondern tiefer sinken. Nicht nach Ekstase suchen, sondern in jeder Berührung, jeder Schwingung, jedem flüsternden Verlangen, das in deinem Körper entsteht, präsent bleiben.

Und wenn zwei Menschen in dieser Du-sein-Liebe einander begegnen, geschieht Magie. Kein spektakulärer Höhepunkt, sondern eine Welle der verbundenen Präsenz, in der die Grenze zwischen Geben und Empfangen verschwimmt.

Tantrische Liebe ist eine Form der Meditation. Ein Raum, in dem du und dein Partner ganz ihr selbst sein könnt – atmend, fühlend, offen. Nicht um etwas zu erreichen, sondern um gemeinsam im Moment zu verschwinden, in der Berührung, im Fluss der Vitalität, die durch eure Körper tanzt.

Du musst nicht weit reisen, um dich selbst zu finden. Du musst dich nicht verbessern. Du kannst nach Hause kommen zu dem, was bereits da ist: deinem Atem, deinem Körper, deiner Vitalität.

Vielleicht wirst du bemerken, dass, wenn du wieder ganz bei dir bist, die Müdigkeit dem Frieden weicht. Dass deine Stimme klarer wird, weil sie aus deinem Zentrum kommt. Dass deine Liebe vollkommener fließt, weil sie nichts mehr beweisen muss, sondern einfach nur da sein muss.

Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur du selbst sein. Das ist genug. Das ist alles.

Du sein statt da sein

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Berührung als Sprache – Eine tantrische Einladung zum Fühlen

Berührung, Kontakt, Körperlichkeit – eine neue Welt durch Tantra

Als ich meine ersten Schritte im Tantra machte, öffnete sich eine neue Dimension des Fühlens für mich. Ich erkannte, wie begrenzt meine Sprache der Berührung war, wie selten ich sie wirklich nutzte und wie wenig ich mit meinem Körper verbunden war. Es überraschte mich, wie viele Botschaften verloren gingen, weil ich Berührung nur als beiläufige Geste verstand. Tantra lud mich ein, neu zu lernen: berühren und berührt werden. Eine Sprache zu entwickeln, die ohne Worte spricht. Was ich dabei entdeckte, war eines der größten Geschenke meines tantrischen Weges: Berührung nicht als Handlung zu sehen, sondern als Kommunikation. Als stilles Gespräch zwischen zwei Körpern, zwei Herzen, zwei Atemzügen.

Nicht die Geste zählt, sondern das, was sie tief im Inneren auslöst.

Als Kommunikationsberater war mir der Satz „Bei der Kommunikation geht es nicht darum, Informationen zu verbreiten, sondern darum, Menschen zu bewegen“ seit Langem ein Leitmotiv. Doch erst durch Tantra verstand ich: Das gilt nicht nur für Worte – es gilt noch viel mehr für Berührung.

Berührung im tantrischen Sinne: Ein Feld lebendiger Energie

Im Tantra ist Berührung mehr als ein körperliches Geschehen. Sie ist ein Energiefluss, eine Einladung, in das Dazwischen einzutauchen – in diesen magischen Raum, der entsteht, wenn zwei Menschen sich achtsam begegnen.

Berührung beginnt nicht erst, wenn deine Hand die Haut des anderen erreicht. Sie beginnt vorher: Im Moment, in dem dein Atem sich verlangsamt. In dem ein Impuls in dir aufsteigt – ein Wunsch, ein Gefühl, ein Flüstern deines Herzens. Im Raum zwischen Intention und Handlung.

Wenn du dich wirklich einlässt, wird Berührung zu einem Tanz von Energie und Bewusstsein. Du kannst fühlen, wie dein Körper spricht – nicht mit Worten, sondern mit Schwingungen. Und der Körper des anderen hört. Nicht über die Ohren, sondern über die Haut, die Nerven, das Herz.

“Durch die Berührung mit der Liebe wird jeder ein Dichter.” — Platon

Die Intention: Was fließt von dir zum anderen?

Jede Berührung trägt eine Botschaft. Sie ist nicht neutral – sie überträgt das, was in dir lebt. In der tantrischen Praxis ist es essentiell, sich dieser inneren Quelle bewusst zu sein. Denn deine Berührung kann wärmen, wecken, beruhigen oder aufrütteln – je nachdem, wie du fühlst und wie du gibst. Welche Intention bringst du in deine Berührung?

Liebe und Verbundenheit: Eine Hand, die nicht will, nicht fordert, einfach da ist. Weich, warm, atmend. Du sagst nicht: „Ich liebe dich.“ Deine Berührung ist die Liebe.

Lust und Begehren: Ein Hauch von Spannung in deinen Fingern, ein spielerisches Zögern. Dein Körper fragt: „Darf ich mehr? Darf ich dich wecken?“ Lustvolle Berührungen im Tantra sind nicht zielgerichtet. Sie genießen das Spiel des Kontakts – das Prickeln zwischen Annäherung und Rückzug.

Neugier und Entdeckung: Deine Finger wandern forschend über den Körper des anderen. Du lauschst mit deiner Haut, erkundest wie ein Kind, das etwas zum ersten Mal berührt. Jeder Zentimeter ist ein unbekanntes Land.

Trost und Halt: Eine Berührung, die trägt. Fest, geerdet, präsent. Sie sagt: „Du kannst dich hier ausruhen.“ Manchmal ist das größte Geschenk eine Hand, die bleibt, wenn alles andere vergeht.

Freude und Verspieltheit: Ein flüchtiges Streicheln, ein neckisches Tippen auf der Haut. Dein Körper lacht. Du spielst – nicht mit dem anderen, sondern zusammen.

Im Tantra geht es nicht darum, die „richtige“ Intention zu finden. Es geht darum, ehrlich zu sein. Deine Berührung darf das widerspiegeln, was gerade da ist. Lust, Traurigkeit, Wärme, Unsicherheit – alles darf fließen. Dein Gegenüber wird die Echtheit spüren.

Die Berührung selbst: Ein Tanz zwischen Geben und Empfangen

Stell dir vor, deine Hand nähert sich der Haut eines anderen Menschen. Langsam. Dein Atem führt die Bewegung. Vielleicht kribbelt es in deinen Fingern, vielleicht fühlst du eine warme Schwere. Noch bevor ihr euch berührt, vibriert etwas in der Luft – eine unsichtbare Verbindung.

Dann der Moment des Kontakts. Haut auf Haut. Wärme trifft Wärme. Eine sanfte Linie entlang des Arms. Ein ruhiges Auflegen auf den Rücken. Ein spielerisches Streichen über den Nacken.

Wie berührst du?

Langsamkeit öffnet Räume. Wenn du dir Zeit nimmst, kann der andere empfangen. Das Nervensystem entspannt sich. Der Körper beginnt zu lauschen.

Flüchtige Berührungen können necken, wecken, kitzeln. Sie erinnern an einen Sommerwind, der vorbeihuscht – überraschend, lebendig.

Tiefe, beständige Berührungen geben Halt. Eine Hand, die nicht sofort weicht, wird zu einem Anker. „Ich bin da,“flüstert sie. „Du kannst dich hier anlehnen.“

Im Tantra gibt es kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist Präsenz. Sei dort, wo deine Hand ist. Atme mit ihr. Berühre nicht nur mit den Fingern – berühre mit deinem ganzen Wesen.

Der Empfänger: Was berührst du wirklich?

Du berührst – und etwas geschieht. Nicht nur an der Oberfläche. Berührung kann Schichten öffnen, von denen weder du noch der andere wussten, dass sie da sind. Vielleicht öffnet sich ein Seufzer. Vielleicht steigt ein Lachen auf. Vielleicht eine Träne.

Oder der Körper spannt sich an – ein Zögern, ein alter Schutz. Auch das ist Teil des Dialogs. Deine Berührung begegnet nicht nur Muskeln und Haut, sondern Geschichten. Freude, Sehnsucht, Verletzlichkeit. Im tantrischen Raum darf alles da sein. Manchmal berührst du eine Wunde. Manchmal eine tiefe Ruhe. Manchmal etwas, das euch beide überrascht.

Der Zauber liegt genau darin: Du weißt nicht, was geschehen wird. Du kannst nur anbieten, lauschen, da sein.

Das Dazwischen: Wo Berührung zum Gebet wird

Das Wesentliche geschieht zwischen euch. Im Raum, der sich öffnet, wenn Absichtslosigkeit auf Präsenz trifft. Berührung wird zum Gebet, wenn sie nichts will. Wenn sie keine Antwort sucht. Wenn sie einfach sein darf.

Und vielleicht, wenn du deine Hand wieder zurückziehst, bleibt etwas zurück. Ein warmer Abdruck. Ein Nachklang in der Brust. Ein Gefühl, das der andere mit nach Hause nimmt – auf der Haut, unter der Kleidung, tief im Herzen.

Und du? Auch du wirst berührt. Nicht nur über deine Finger. Über das, was sich öffnet, wenn du gibst, ohne zu fordern. Wenn du dich verschenkst – nicht als Handlung, sondern als Sein.

Fühlender Impuls

Bevor du das nächste Mal jemanden berührst, halte inne. Atme. Spüre: Was möchte ich gerade schenken? Berühre dann langsam. Offen. Ohne Ziel. Lausche. Vielleicht hörst du ein Flüstern zurück.

Das ist Tantra: Begegnung im Jetzt. Berührung als Sprache, die Herzen öffnet.


Möchtest du nach dem Lesen dieses Artikels selbst mit Berührungen loslegen? Du kannst an diese zwei Workshops teilnehmen:


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Schlagwortarchiv für: tantra

Ich bin kostbar – Ein Wochenende für Selbstliebe mit Tantra

Wenn du das Gefühl hast, dass es eine Herausforderung ist, dich selbst zu lieben oder dir das Schöne im Leben zu gönnen, dann ist dieses Seminar besonders für dich. Es bietet dir einen sicheren Raum, um die Gründe zu erkunden, die dich vielleicht daran hindern, dich voll und ganz anzunehmen. Hier kannst du lernen, wie du negative Gedankenmuster durchbrichst und dir selbst die Liebe und Aufmerksamkeit schenkst, die du verdienst. Das Wochenendseminar „Ich bin kostbar – Ein Wochenende für Selbstliebe mit Tantra“ lädt dich auf die Reise zur Selbstliebe und inneren Heilung ein. Wir werden oft von äußeren Erwartungen und sozialem Druck beeinflusst. Wir verlieren manchmal den Kontakt zu unserem wahren Selbst. Dieses Seminar ist eine Einladung, diesen Kontakt wiederherzustellen, dich selbst in deiner vollen Pracht zu erkennen und zu lieben.

Dieses Seminar „Ich bin kostbar“ ist auch eine wunderbare Gelegenheit, um Tantra und unsere Schule kennenzulernen. Egal, ob du bereits Erfahrung mit Tantra hast oder zum ersten Mal mit dieser wundervollen Praxis in Berührung kommst, dieses Wochenende wird dir neue Perspektiven und Herangehensweisen eröffnen, um ein erfüllteres Leben zu führen.

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„Wenn ich mich selbst nicht lieben kann, kann ich auch niemanden wirklich lieben. Ich kann nur brauchen, nicht lieben.“
Jiddu Krishnamurti

Was dich erwartet

Begib dich auf eine transformative Reise der Selbstliebe und persönlichen Entfaltung beim Tantraseminar „Ich bin kostbar – Ein Wochenende für Selbstliebe mit Tantra“. Dieses Wochenendseminar lädt dich ein, in die Tiefen deiner eigenen Emotionalität und Spiritualität einzutauchen. Durch die Prinzipien des Tantra wirst du lernen, wie du dich selbst besser annehmen und lieben kannst.

In einem sicheren und unterstützenden Raum wirst du an verschiedenen Übungen teilnehmen, die darauf ausgerichtet sind, deine Selbstwahrnehmung zu stärken und emotionale Blockaden zu lösen. Unsere erfahrenen Lehrer führen dich durch Meditationen, Achtsamkeitspraktiken und energetische Übungen, die speziell darauf abgestimmt sind, deine innere Balance und Harmonie zu fördern.

Das Seminar bietet auch Raum für tiefgehende Gespräche und Reflexionen, in denen du lernst, deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche besser zu verstehen und auszudrücken. Du wirst entdecken, wie du eine liebevolle Beziehung zu dir selbst aufbauen kannst, die die Basis für alle weiteren Beziehungen in deinem Leben bildet.

Uhrzeiten

Freitag 19.00-22.00 Uhr

Samstag 10.00-18.00 Uhr

Sonntag 09.30-16.30 Uhr


Für wen ist das Seminar „Ich bin kostbar“ geeignet

Dieses Seminar ist für jeden geeignet, der den Wunsch verspürt, die Beziehung zu sich selbst zu vertiefen und zu verbessern. Es spielt keine Rolle, ob du neu in der Welt des Tantra bist oder bereits Erfahrungen in diesem Bereich hast. Wenn du das Gefühl hast, dass Selbstzweifel oder negative Selbstwahrnehmungen dein Leben beeinträchtigen, wirst du in diesem Seminar wertvolle Werkzeuge und Einsichten finden.

Es ist besonders geeignet für Menschen, die sich oft in der Fürsorge für andere verlieren und dabei vergessen, sich selbst die notwendige Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken. Auch wenn du Schwierigkeiten hast, Liebe und Wertschätzung von anderen anzunehmen, bietet dieses Seminar einen sicheren Rahmen, um an diesen Themen zu arbeiten.

 


Dein Nutzen

Durch deine Teilnahme am Seminar „Ich bin kostbar – Ein Wochenende für Selbstliebe mit Tantra“ wirst du zahlreiche Vorteile erfahren. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Erhöhtes Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz: Lerne, dich selbst in einem neuen Licht zu sehen und anzunehmen, wer du wirklich bist.
  • Befreiung von emotionalen Blockaden: Entdecke Wege, um alte Wunden zu heilen und dich von negativen Glaubenssätzen zu befreien.
  • Tiefere emotionale Verbindungen: Verbessere deine Fähigkeit, echte und bedeutsame Beziehungen zu anderen aufzubauen, indem du zunächst eine solide Beziehung zu dir selbst entwickelst.
  • Gesteigerte Lebensfreude: Finde durch Tantra neue Wege, Freude und Zufriedenheit in deinem Leben zu erfahren.
  • Tools für den Alltag: Erhalte praktische Übungen und Techniken, die du in deinem täglichen Leben anwenden kannst, um ein beständiges Gefühl der Selbstliebe zu kultivieren.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Kathrin

Kathrin Cornetz

Psychotherapeutin und Gründerin von Kama Tantra


Seminarort

Kama Tantra "Ich bin kostbar – Ein Wochenende für Selbstliebe mit Tantra" Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Kosten

Seminargebühr: 320 € – Frühbucher-Tarif bis 30. November: 290 €
(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Wer möchte, kann gegen einen Aufpreis von 15 € pro Nacht im Seminarraum übernachten.

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Teilnehmerstimmen

Der Workshop war für mich unglaublich bereichernd. Mehr trauen zu fühlen und zu erkennen, was will ich eigentlich, was würde mir gut tun. Wo sind meine Grenzen? Marc und Kathrin haben für mich einen sicheren und herzlichen Rahmen geschafft mich auf die neuen Erfahrungen einlassen zu können und wenn es doch ein bisschen zu viel wurde, bestand jederzeit die Möglichkeit sich eine Auszeit zu nehmen. Vielen herzlichen Dank für die gesammelten neuen Erfahrungen!

Manuela – 42 J, Berlin


Anmeldung „Ich bin kostbar“

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Melde dich jetzt an mit unserer Ticketmodule  und mache den ersten Schritt auf dem Weg zu einem ausgeglicheneren und erfüllteren Leben.

 

Prabhā – Die unschuldige Liebe – Jahresgruppe 1

Erinnere dich an die Liebe, mit der du geboren wurdest.

Kinder lieben ohne Grund. Sie strecken die Arme aus, weil das Leben in ihnen fließt und nicht, weil sie etwas erwarten. Ihr Vertrauen ist Ausdruck einer natürlichen Verbundenheit mit dem Dasein selbst. Diese Liebe urteilt nicht, sie vergleicht nicht, sie fragt nicht, ob sie erwidert wird. Sie geschieht einfach.

„Das Kind liebt, weil es lebt.“ – Krishnamurti

Wenn wir im tantrischen Sinn von unschuldiger Liebe sprechen, meinen wir genau diese Bewegung: das spontane „Ja“ des Lebens. In ihr liegt weder Naivität noch Bedürftigkeit. Diese Liebe ist eine tiefe Intelligenz des Herzens, eine Weisheit, die wir oft verlernen, sobald wir uns schützen müssen.


Tantra Jahresgruppe 2026 – Ein Jahr der Liebe

Die fünf Gesichter der Liebe im Licht des Śaiva-Tantra

Tantra Jahresgruppe in Aachen - Ein Jahr der LiebeDieses Seminar ist der erster Abschnitt der Jahresgruppe „Ein Jahr der Liebe“. Diese führt dich durch fünf Erfahrungsräume, in denen Liebe in all ihren Formen erfahrbar wird – von ihrem unschuldigen Ursprung bis zur mystischen Vereinigung von Shiva und Shakti.

Ein Jahr der Liebe lädt dich ein, Liebe in ihren vielen Gestalten neu zu entdecken: als zarte Unschuld, als lebendige Kraft, als Begegnung, als reife Hingabe und schließlich als göttliche Präsenz.

>> Über die Jahresgruppe 2026 „Ein Jahr der Liebe“


Die unschuldige Liebe

In diesem ersten Wochenende erinnern wir uns an diesen Zustand. An die Liebe, die sich selbst genug ist. An das Vertrauen, das schon da war, bevor wir wussten, was Vertrauen heißt.

Das Seminar führt dich zurück zur Quelle der Liebe, jenseits von Bedürfnissen, Geschichten und Rollen. In einer Mischung aus Meditation, Bewegung, Begegnung und Berührung öffnest du dich für die ursprüngliche Unschuld. Hier darf das innere Kind wieder vertrauen, dein Körper wieder fühlen und dein Herz wieder lachen. Liebe wird erlebbar als reine Lebenskraft.

Hier beginnt der Weg mit dem ersten Prinzip des Śaiva-Tantra: Liebe als Ausdruck des Bewusstseins (Spanda). Liebe ist die vibrierende Bewegung des Lebens selbst. Sie ist rein, offen und unschuldig und muss nicht entwickelt werden.

In dieser ersten Phase erinnern wir uns an die Liebe, die vor jeder Erfahrung von Trennung da war: die Liebe des Kindes, die aus Vertrauen und Staunen besteht. Diese Liebe ist eine Körperempfindung – eine Schwingung, die dich daran erinnert, dass Bewusstsein und Leben eins sind.


Was dich erwartet

  • Körperarbeit und Atmung, um Spannungen zu lösen und wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu finden.
  • Begegnungsübungen, die dich einladen, dich selbst und andere ohne Rolle oder Maske zu erleben.
  • Partnerarbeit mit achtsamer Berührung, um das Gefühl von Sicherheit, Nähe und kindlicher Neugier im Kontakt zu erforschen.
  • Momente der Stille und Meditation, in denen das Herz sich weitet und du die Sanftheit des eigenen Seins spürst.
  • Bio-energetische Übungen nach Lowen, die dich erden und deinen Ausdruck befreien.
  • Verkörperung als zentrales Thema: Du lernst, wieder in deinem Körper zu wohnen, deine Grenzen zu spüren und Lebendigkeit als Quelle von Liebe zu erleben.

Für wen es ist

  • Du spürst vielleicht, dass du oft funktionieren musst, und wünschst dir, einfach wieder du selbst zu sein.
  • Du sehnst dich nach Lebendigkeit, Verspieltheit und einem offenen Herzen.
  • Du möchtest alte Schutzmuster erkennen und offener werden, ohne dich zu verlieren.
  • Du willst erfahren, wie Nähe entsteht, wenn du dich sicher fühlst – zu dir selbst und zu anderen.
  • Du hast Lust, deinem inneren Kind Raum zu geben: der Teil in dir, der neugierig, spontan und frei ist.

Was du mitnimmst

  • Ein spürbares Gefühl von Erdung, Vertrauen und Geborgenheit.
  • Die Erfahrung, dass Liebe nicht verdient werden muss – sie geschieht, wenn du dich öffnest.
  • Eine neue Leichtigkeit im Körper und in deinen Begegnungen.
  • Die Erinnerung daran, dass Unschuld eine Form von Stärke ist.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach


Seminarort

Kama Tantra Praxis Kurbrunnenstraße AachenPraxis Kurbrunnen

Kurbrunnenstraße 30
52066 Aachen

Die Praxis ist vom Hauptbahnhof Aachen aus leicht zu Fuß zu erreichen.


Kosten

Einzelseminar350 Euro320 Euro (bis 31.12.2025)
Jahresgruppe (5 Seminare)1 550 Euro (statt 1750 Euro)
Jahresgruppe gebucht nach dem 1. Seminar (4 Seminare)1 280 Euro (statt 1400 Euro)

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diese Jahresgruppe.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“ zu lesen.

 

Jahreszyklus 2026: Frühling – Erweckung und Erneuerung in der tantrischen Quelle

Der Frühling steht für das Erwachen der Natur und den Neubeginn. Aus tantrischer Sicht symbolisiert diese Zeit eine dynamische Phase der Erneuerung, des Wachstums und des Aufblühens der Lebenskraft. Während die Erde sich öffnet und neues Leben sprießt, laden die Energien des Frühlings uns ein, unseren eigenen inneren Frühling zu erleben – eine Zeit, in der wir unsere Lebenskraft neu entfalten und die Möglichkeiten des Lebens mit offenen Armen begrüßen können.

Unser Wille ist nur der Wind,
der uns drängt und dreht;
weil wir selber die Sehnsucht sind,
die in Blüten steht. – Rainer Maria Rilke

Samsara-Rad

Tantra und die Jahreszeiten des Seins

Dieser Wochenend-Workshop ist der zweite Teil des Zyklus „Tantra und die Jahreszeiten des Seins“. Du kannst an jedem Teil einzeln teilnehmen, aber du wirst am meisten davon profitieren, den gesamten Zyklus zu vervollständigen.

>> Zum Jahreszyklus


Tantra und der Frühling

In der tantrischen Lehre wird der Frühling als eine Phase des Aufbruchs und der Erneuerung gefeiert. Es ist eine Zeit des Aufblühens, in der die Sinneswahrnehmungen intensiviert werden und wir uns mit den kreativen Energien des Lebens verbinden können. Tantra lehrt uns, diese Energie bewusst wahrzunehmen, sie durch den Körper fließen zu lassen und uns dem Fluss des Lebens hinzugeben. Der Frühling ist die ideale Zeit, alte Muster loszulassen und die Neugier und Freude des Neubeginns zu zelebrieren. In diesem Workshop lassen wir uns von der Göttin Saraswati inspirieren und leiten.

 


Tripura Sundari - Lalita

Tripurā Sundarī, die strahlende Gestalt der Śakti

Tripura Sundarī passt zur Energie des Frühlings, weil sie das strahlende Erwachen von Schönheit und Lebenskraft verkörpert: Die Sinne öffnen sich, der Körper wird empfänglicher, und neue Bewegung entsteht ganz natürlich. Ihre Präsenz erinnert daran, dass dieses Aufblühen heilig ist – ein freudiges Ja zum Fühlen, zur Berührung und zum frischen Verlangen nach Leben.


Was dich erwartet

  • Körperarbeit und dynamische Bewegungsübungen: Durch fließende Bewegungen und tantrische Übungen erwecken wir die Lebensenergie in uns. Diese körperlichen Übungen helfen, stagnierte Energien zu lösen und die natürliche Lebendigkeit zurückzuholen.
  • Ritual des Aufbruchs: Wir gestalten ein Ritual, das den Neubeginn symbolisiert. Es unterstützt dich dabei, mutig neue Wege zu beschreiten.
  • Meditationen für Kreativität und Erneuerung: Spezielle tantrische Meditationen lassen dich tief in das Gefühl von Erneuerung eintauchen und helfen dir, das Potenzial in dir zu entdecken, das bereit ist, ans Licht zu treten.
  • Begegnungen und Sinnesöffnung: Der Frühling ist die Jahreszeit des Erwachens der Sinne. Durch sinnliche Begegnungen, achtsame Berührung und bewusstes Erleben der Sinneswahrnehmungen vertiefst du deine Präsenz im Moment und öffnest dich für die Fülle des Lebens.

Das Winterseminar war ein unglaubliches schönes Seminar!! Mit soviel Liebe zusammegestellt- mit so wunderschönen Elementen! So liebevoll bin ich noch nie auf Schattensuche und Verarbeitung gegangen- danke von❤️ an Christiane und Marc, aber auch an die ganze Gruppe! Namaste – danke danke danke!!

Tina, Aachen

Für wen ist das Seminar geeignet

  • Menschen, die einen Neubeginn suchen: Wenn du dich in einer Phase der Veränderung befindest und nach frischen Impulsen suchst, ist dieses Seminar ideal, um die Kraft des Frühlings für deinen persönlichen Aufbruch zu nutzen.
  • Alle, die sich mit ihrer Lebensenergie verbinden wollen: Ob du dich erschöpft fühlst oder neue Inspiration suchst – der Frühling bietet die perfekte Gelegenheit, dich neu aufzuladen und deine Energiequelle zu reaktivieren.
  • Anfänger und Fortgeschrittene in tantrischer Praxis: Unabhängig von deiner bisherigen Erfahrung im Tantra ist dieses Seminar eine Gelegenheit, den Frühling auf einer tiefen, energetischen Ebene zu erleben und deine tantrische Praxis zu vertiefen.

Wenn du noch keine oder nur wenig tantrische Erfahrung hast oder noch nicht an unseren Workshops teilgenommen hast, laden wir dich herzlich zu einem telefonischen Vorgespräch ein.

Dein Nutzen

  • Erwachen deiner Lebenskraft: Du wirst lernen, deine innere Vitalität zu spüren und sie in deinem Leben bewusst einzusetzen. Dies kann dir helfen, dich im Alltag lebendiger und präsenter zu fühlen.
  • Stärkung deiner Kreativität und des inneren Wachstums: Der Frühling ist eine Zeit des Wachstums. Dieses Seminar unterstützt dich dabei, neue kreative Ideen zu entwickeln und persönliche Projekte oder Ziele mit frischer Energie zu verfolgen.
  • Loslassen und Neubeginn: Durch die tantrische Praxis wirst du lernen, frei von alten Mustern und Glaubenssätzen dein volles Potenzial zu entfalten, und den Raum für Neues zu nutzen.
  • Vertiefung der Verbindung zu dir selbst und der Natur: Das bewusste Erleben des Frühlings durch tantrische Übungen bringt dich in tiefere Verbindung mit den natürlichen Rhythmen des Lebens und stärkt das Bewusstsein für deinen eigenen Lebenszyklus.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Christiane

Christiane Wächter

Sexologin und Kommunikationstrainerin


Seminarort

Kama Tantra Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Uhrzeiten

Samstag:  10.00 – 22.30 Uhr

Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr


Unterkunft und Verpflegung

Wir laden dich herzlich ein am Samstagabend nach dem Ritual in Gemeinschaft zu übernachten im Wandel-Raum. Bring einfach deinen Schlafsack oder dein Bettzeug mit. Wenn Du eher einen Rückzugsort für dich brauchst, kannst du die Nacht auch zu Hause oder anderswo verbringen. Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

Tee und Wasser sowie kleinere Snacks für zwischendurch gibt es vor Ort. Mittags wird es eine lange Mittagspause geben, in der du entweder selbst Mitgebrachtes im Seminarraum essen kannst, oder du kannst dir was zu essen bestellen, um dich zu stärken.


Kosten

Seminargebühr: 290 € – Frühbucher-Tarif bis 31 Januar: 260 €
Diejenigen, die am Winterseminar teilgenommen haben, können den Jahreszyklus weiterhin zum Sonderpreis von 695 € statt 780 € absolvieren.

(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Übernachtung im Seminarraum 15 € pro Person/Nacht

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diesen Workshop.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“

Melde dich jetzt an mit unserer Ticketmodule  und mache den ersten Schritt auf dem Weg zu einem ausgeglicheneren und erfüllteren Leben.

 

Kāma – Das Erwachen des Begehrens – Jahresgruppe 2

Lust als Bewegung des Lebens.

In dieser Phase erscheint Liebe als dynamische Spanda – das heilige Feuer des Begehrens.
Erotik wird weder unterdrückt noch idealisiert, und als Ausdruck der schöpferischen Energie (Shakti) erfahren. Kāma bedeutet in der tantrischen Tradition weit mehr als Sexualität. Er ist die schöpferische Bewegung des Lebens selbst, die Energie, die uns atmen, fühlen, lieben und gestalten lässt. Wenn diese Kraft in uns frei fließt, entsteht Lebendigkeit in allen Bereichen.

„Etwas in mir begann zu blühen. Ich wusste nicht, was es war, nur dass es süß war, gefährlich und voller Leben.“ – Anaïs Nin


Tantra Jahresgruppe 2026 – Ein Jahr der Liebe

Die fünf Gesichter der Liebe im Licht des Śaiva-Tantra

Tantra Jahresgruppe in Aachen - Ein Jahr der LiebeDieses Seminar ist der zweiter Abschnitt der Jahresgruppe „Ein Jahr der Liebe“. Diese führt dich durch fünf Erfahrungsräume, in denen Liebe in all ihren Formen erfahrbar wird – von ihrem unschuldigen Ursprung bis zur mystischen Vereinigung von Shiva und Shakti.

Ein Jahr der Liebe lädt dich ein, Liebe in ihren vielen Gestalten neu zu entdecken: als zarte Unschuld, als lebendige Kraft, als Begegnung, als reife Hingabe und schließlich als göttliche Präsenz.

>> Über die Jahresgruppe 2026 „Ein Jahr der Liebe“


Das Erwachen des Begehrens

An diesem Wochenende wenden wir uns der sexuellen Energie zu, ohne sie zu bewerten oder zu kontrollieren. Wir erforschen sie als reine Lebensenergie, die unschuldig, sinnlich und kraftvoll ist. Du lernst, sie in deinem Körper wahrzunehmen, zu halten und zu verwandeln, statt sie nach außen zu projizieren oder von anderen abhängig zu machen.

Kāma ist Bewegung: aktiv und empfangend, männlich und weiblich, Shiva und Shakti. In diesem Spiel der Polaritäten erkennst du, dass wahre Lust nur aus Fülle entsteht und nicht aus Mangel. Sie ist die Freude, lebendig zu sein.


Was dich erwartet

  • Bewusste Körperarbeit und Atemübungen, um das Becken zu öffnen und die Energie des zweiten Chakras zum Fließen zu bringen.
  • Dynamische und expressive Übungen, inspiriert von der bioenergetischen Arbeit nach Alexander Lowen, um Energie zu wecken, zu erden und zu integrieren.
  • Begegnungs- und Partnerü„Das Kind liebt, weil es lebt.“bungen, in denen du Geben und Empfangen erforschst, als energetisches Spiel, nicht als Rollenverhalten.
  • Tantrische Energiearbeit mit dem zweiten und dritten Chakra: das Begehren spüren, es durch den Körper leiten und in Präsenz verwandeln.
  • Verkörperung: lernen, Lust und Kraft im Körper zu halten, ohne sie zu entladen oder zu unterdrücken.

Für wen es ist

  • Du möchtest deine sexuelle Energie nicht länger als etwas „Problematisches“ erleben, sondern als natürliche, schöpferische Kraft.
  • Du spürst, dass Begehren ein Tor zur Lebendigkeit sein kann, wenn du lernst, es zu halten, ohne dich darin zu verlieren.
  • Du willst deine innere Polarität erforschen: aktiv und passiv, führend und hingebend, Shiva und Shakti in dir selbst.
  • Du hast Lust, deinen Körper als Quelle von Kraft und Freude wiederzuentdecken.
  • Du willst Scham, Zurückhaltung oder übermäßige Kontrolle loslassen und lernen, deiner Energie zu vertrauen.

Was du mitnimmst

  • Ein neues Verständnis von Lust als Ausdruck deiner Lebendigkeit, frei von Ziel, Scham oder Abhängigkeit.
  • Mehr Klarheit und Präsenz im Umgang mit sexueller Energie.
  • Die Fähigkeit, Energie zu halten und zu transformieren, von Spannung zu Freude und von Drang zu Bewusstsein.
  • Ein Gefühl innerer Kraft, das aus dem Becken aufsteigt und dich trägt.
  • Mut, dich in deinem ganzen Wesen lebendig zu fühlen.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach


Seminarort

Kama Tantra Praxis Kurbrunnenstraße AachenPraxis Kurbrunnen

Kurbrunnenstraße 30
52066 Aachen

Die Praxis ist vom Hauptbahnhof Aachen aus leicht zu Fuß zu erreichen.


Kosten

Einzelseminar Das Erwachen des Begehrens350 Euro320 Euro (bis 31.01.2026)
Jahresgruppe gebucht nach dem 1. Seminar (4 Seminare)
Nur für Teilnehmende des 1. Seminars
1 280 Euro (statt 1400 Euro)

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diese Jahresgruppe.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“ zu lesen.

 

Sneha – Die Kunst der Begegnung – Jahresgruppe 3

Liebe im Zwischenraum

Viele Beziehungen sind von Unsicherheit, Rückzug oder Überforderung geprägt. In vielen wächst das Bedürfnis nach echter Nähe: nach Beziehung, die ehrlich ist, körperlich spürbar, zugleich frei und respektvoll. Viele Menschen spüren, dass Verbindung nur möglich ist, wenn sie sich selbst dabei nicht verlieren.

„Im Du werde ich zum Ich.“ – Martin Buber


Tantra Jahresgruppe 2026 – Ein Jahr der Liebe

Die fünf Gesichter der Liebe im Licht des Śaiva-Tantra

Tantra Jahresgruppe in Aachen - Ein Jahr der LiebeDieses Seminar ist der dritter Abschnitt der Jahresgruppe „Ein Jahr der Liebe“. Diese führt dich durch fünf Erfahrungsräume, in denen Liebe in all ihren Formen erfahrbar wird – von ihrem unschuldigen Ursprung bis zur mystischen Vereinigung von Shiva und Shakti.

Ein Jahr der Liebe lädt dich ein, Liebe in ihren vielen Gestalten neu zu entdecken: als zarte Unschuld, als lebendige Kraft, als Begegnung, als reife Hingabe und schließlich als göttliche Präsenz.

>> Über die Jahresgruppe 2026 „Ein Jahr der Liebe“


Die Kunst der Begegnung

Nach der Erfahrung der Liebe im eigenen Körper – im stillen Raum von Vertrauen und Lebendigkeit – öffnet sich nun ein neues Feld: die Liebe im Zwischenraum. Sneha bedeutet Zuneigung – die zarte, warme Kraft, die entsteht, wenn das Herz sich im Kontakt mit einem anderen Menschen zeigt.

Dieses Wochenende ist eine Einladung, genau das zu erforschen: Wie Liebe lebendig wird, wenn sie zwischen zwei Menschen fließt. Wie Beziehung Tiefe bekommt, wenn wir uns mit offenem Herzen zeigen, als fühlende Wesen, ohne Rolle.

Bhakti – die liebevolle Hingabe – wird hier zu einer Haltung, die uns öffnet für das Heilige in jeder Begegnung. Liebe geschieht dann als Präsenz, statt nur als Emotion.

 


Was dich erwartet

  • Achtsame Begegnungsübungen, die dich einladen, anderen zu begegnen, ohne Maske und ohne Ziel, einfach als du selbst.
  • Berührungsrituale aus der tantrischen Bhakti-Praxis: Berührung als Gebet, als Ausdruck von Respekt und Zuneigung.
  • Arbeit mit Nähe und Distanz, um zu erfahren, wie Sicherheit und Freiheit sich gegenseitig bedingen.
  • Meditationen über „sehen und gesehen werden“, in denen du lernst, den anderen wahrzunehmen, ohne dich zu verlieren.
  • Erforschung der Polarität zwischen Empfänglichkeit und Richtung, die innere Bewegung von Shakti und Shiva im Kontakt.
  • Verkörperung: Du übst, im Körper präsent zu bleiben, während du dich öffnest. Du lernst, Resonanz zu spüren und zu halten. So wird Beziehung zu einer Form gelebter Meditation.

Für wen es ist

  • Du sehnst dich nach Begegnung, die echt ist und in der du dich zeigen kannst, ohne dich anzupassen.
  • Du möchtest verstehen, warum Nähe manchmal Angst macht oder Distanz zur Gewohnheit wird.
  • Du willst erfahren, wie du in Beziehung bleiben kannst, ohne dich selbst zu verlieren.
  • Du wünschst dir, Liebe als lebendige Energie zwischen zwei Körpern zu spüren.
  • Du bist bereit, dich berühren zu lassen, innerlich wie äußerlich, und dein Gegenüber wirklich zu sehen.

Was du mitnimmst

  • Ein tieferes Erleben von Liebe als Raum zwischen dir und dem Anderen.
  • Mehr Präsenz und Gelassenheit in Beziehungen, getragen von innerer Sicherheit.
  • Erkenntnis über deine Beziehungsmuster und Möglichkeiten, sie zu überwinden.
  • Freude an echter Nähe und Kontakt, der dich nährt statt erschöpft.
  • Die Erfahrung, dass Beziehung befreit, wenn sie aus Bewusstsein geschieht.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach


Seminarort

Kama Tantra Praxis Kurbrunnenstraße AachenPraxis Kurbrunnen

Kurbrunnenstraße 30
52066 Aachen

Die Praxis ist vom Hauptbahnhof Aachen aus leicht zu Fuß zu erreichen.


Kosten

Einzelseminar Die Kunst der Begegnung350 Euro320 Euro (bis 31.03.2026)

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diese Jahresgruppe.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“ zu lesen.

Jahreszyklus 2026: Sommer – Fülle und Hingabe im tantrischen Tanz

Der Sommer ist die Zeit der vollen Entfaltung, der Sinnlichkeit und der Fülle. Aus tantrischer Sicht symbolisiert diese Phase das ekstatische Erleben des Lebens in seiner intensivsten Form. Während die Natur in ihrer Fülle erstrahlt, lädt uns das Tantra dazu ein, uns vollständig der Energie des Lebens hinzugeben und in jedem Moment präsent zu sein. Der Sommer ist die Zeit, um unsere Sinne zu wecken, die Fülle des Seins zu genießen und uns dem Fluss der Lebenskraft hinzugeben.


Samsara-Rad

Tantra und die Jahreszeiten des Seins

Dieser Wochenend-Workshop ist der dritte Teil des Zyklus „Tantra und die Jahreszeiten des Seins“. Du kannst an jedem Teil einzeln teilnehmen, aber du wirst am meisten davon profitieren, den gesamten Zyklus zu vervollständigen.

>> Zum Jahreszyklus


Tantra und der Sommer

In der tantrischen Philosophie steht der Sommer für Fülle, Freude und sinnliche Ekstase. Es ist die Zeit, in der wir uns der Lebensenergie mit völliger Hingabe öffnen können, um sie in ihrer vollen Intensität zu erfahren. Tantra lehrt uns, das Leben in allen Aspekten zu feiern und uns mit dem universellen Lebensfluss zu verbinden. Diese Jahreszeit lädt uns ein, uns von den Fesseln der Zurückhaltung zu befreien und uns mit Leidenschaft und Präsenz dem Moment hinzugeben. In diesem Workshop lassen wir uns von der Göttin Lakshmi inspirieren und leiten.


Kāmākhyā, die Göttin der Fülle und der Fruchtbarkeit

Kamakhya Yoni

Der Sommer ist die Jahreszeit der Fülle, der wilden Sinnlichkeit und der pulsierenden Lebenslust, verkörpert durch Kāmākhyā, die Göttin der schöpferischen Begierde und der urweiblichen Shakti-Kraft. Kāmākhyā erinnert an die Heiligkeit des Körpers, an Fruchtbarkeit als Energiefluss, an das leuchtende Ja des Lebens in uns. In ihrer Ausstrahlung lädt uns der Sommer ein, den Genuss bewusst zu verkörpern, unsere Lust als Lebenskraft zu ehren und uns mit mutiger Offenheit dem Feuer des Daseins hinzugeben – wach, dankbar und tief verbunden.

Kāmākhyā wird als Yoni in einem Felsen verehrt, aus der eine Quelle entspringt – ein kraftvolles Bild für die heilige Schöpfungsöffnung, aus der Leben, Segen und unerschöpfliche Shakti strömen.


Was dich erwartet

  • Ekstatische Bewegungen und Tanz: Durch dynamische Körperarbeit und freien Tanz laden wir dich ein, die Lebenskraft des Sommers in dir zu wecken. Tantrische Bewegungspraktiken helfen dir, Energie freizusetzen und dich in der Fülle deines Seins zu verankern.
  • Ein sinnliches Ritual: Der Sommer ist die Zeit der Sinne. In achtsamen Berührungen, liebevoller Verehrung und sinnlichen Begegnungen wirst du lernen, deine Sinneswahrnehmungen zu verfeinern und bewusster zu erleben. Dieses Ritual eröffnet dir einen Raum, dich ganz dem Genuss und der Ekstase des Lebens hinzugeben.
  • Meditationen für Fülle und Hingabe: Spezielle tantrische Meditationen unterstützen dich dabei, dich mit der Fülle in dir und um dich herum zu verbinden. Du wirst lernen, wie du dich hingeben kannst, ohne dich dabei zu verlieren, und wie du deine Energie in Balance hältst.
  • Gemeinschaft und Verbundenheit: Der Sommer lädt uns ein, im Miteinander zu erblühen. In achtsamen Begegnungen in der Gruppe wirst du die Energie der Fülle und Ekstase in der Gemeinschaft erfahren.

Für wen ist das Seminar geeignet

  • Menschen, die die Fülle des Lebens spüren wollen: Wenn du dich nach intensiver Lebendigkeit und Sinnlichkeit sehnst, bietet dieses Seminar den Raum, dich dieser Erfahrung voll hinzugeben.
  • Suchende nach Sinnlichkeit und Ekstase: Wenn du die Fülle des Sommers in deinem Körper und Geist erleben willst, bist du hier richtig.
  • Menschen, die sich nach Hingabe sehnen: Der Sommer ist die Zeit,  sich in Wonne und im Moment zu verlieren. Dieses Seminar bietet dir die Möglichkeit, dich bewusst dem Leben und deinen Sinnen hinzugeben.
  • Anfänger und Fortgeschrittene in tantrischer Praxis: Obwohl wir grundsätzlich sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene in unseren Workshops willkommen heißen, ist es für diesen Workshop empfehlenswert, dass du auch an den Winter- und Frühjahrsworkshops teilgenommen hast. Mit neuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern führen wir gerne vorab ein Kennenlerngespräch.

Wenn du noch keine oder nur wenig tantrische Erfahrung hast oder noch nicht an unseren Workshops teilgenommen hast, laden wir dich herzlich zu einem telefonischen Vorgespräch ein.

Dein Nutzen

  • Tiefe Verbindung zur Lebenskraft: Du wirst lernen, wie du dich der Lebensenergie hingeben kannst, um Ekstase und Freude zu erleben. Dies wird dich darin unterstützen, dich in deinem täglichen Leben lebendiger und präsenter zu fühlen.
  • Erweiterung deiner Sinneswahrnehmung: Durch sinnliche Rituale und achtsame Berührungen wirst du eine tiefere Verbindung zu deinen Sinnen aufbauen und die Welt um dich herum intensiver wahrnehmen.
  • Balance zwischen Hingabe und Selbstwahrnehmung: Du wirst erfahren, wie du dich voller Hingabe dem Leben öffnen kannst, ohne dabei deine eigene Mitte zu verlieren. Diese Balance stärkt dich sowohl emotional als auch körperlich.
  • Gemeinschaftliche Ekstase und Freude: Durch die tantrischen Übungen und das Ritual in der Gruppe  wirst du die Kraft der Gemeinschaft erleben und die Freude daran, dich gemeinsam mit anderen in der Energie des Sommers zu bewegen.

Lass dich von der ekstatischen Energie des Sommers tragen und ernte die Fülle des Lebens in seiner intensivsten Form. Dieses Seminar lädt dich ein, dich ganz der Sinnlichkeit, Lebenskraft und Freude hinzugeben, um die Schönheit des Lebens aus einer tantrischen Perspektive zu feiern. Erlebe den Sommer als Zeit der Fülle und der ekstatischen Hingabe an den Moment.

Hinweis: Jede Jahreszeit kann auch einzeln gebucht werden, aber wir empfehlen die Teilnahme an der gesamten Reihe, um den vollen Kreislauf der Transformation zu erleben.


Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Christiane

Christiane Wächter

Sexologin und Kommunikationstrainerin


Seminarort

Kama Tantra Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Uhrzeiten

Samstag:  10.00 – 22.30 Uhr

Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr


Unterkunft und Verpflegung

Wir laden dich herzlich ein am Samstagabend nach dem Ritual in Gemeinschaft zu übernachten im Wandel-Raum. Bring einfach deinen Schlafsack oder dein Bettzeug mit. Wenn Du eher einen Rückzugsort für dich brauchst, kannst du die Nacht auch zu Hause oder anderswo verbringen. Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

Tee und Wasser sowie kleinere Snacks für zwischendurch gibt es vor Ort. Mittags wird es eine lange Mittagspause geben, in der du entweder selbst Mitgebrachtes im Seminarraum essen kannst, oder du kannst dir was zu essen bestellen, um dich zu stärken.


Kosten

Seminargebühr: 290 € – Frühbucher-Tarif bis 30. April 2026: 260 €

(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Übernachtung im Seminarraum 15 € pro Person/Nacht

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diesen Workshop.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“

Melde dich jetzt an mit unserer Ticketmodule  und mache den ersten Schritt auf dem Weg zu einem ausgeglicheneren und erfüllteren Leben.

Vorbereitungswochenende Maithuna-Ritual

Der Körper als Tempel

Das Maithuna-Ritual ist einer der tiefsten Wege des Tantra – ein Ritual der bewussten Liebe, das Körper, Seele und Bewusstsein miteinander verbindet. Dieses Vorbereitungswochenende richtet sich an Menschen mit tantrischer Erfahrung, die sich innerlich auf das Maithuna-Ritual (16.-18. Oktober) einstimmen möchten. Es schafft die körperliche, emotionale und energetische Grundlage, um das Heilige im Sinnlichen wirklich zu erfahren.

Maithuna

Das Maithuna-Ritual ist eines der bekanntesten, zugleich am meisten missverstandenen Rituale des tantrischen Weges. In seiner ursprünglichen Form stammt es aus den Śaiva–Śākta-Traditionen Indiens (ab dem 6.–8. Jahrhundert n. Chr.), insbesondere aus den sogenannten Kaula- und Trika-Schulen Kaschmirs. Dort galt Maithuna als sakrale Vereinigung von Bewusstsein (Shiva) und Energie (Shakti) – ein lebendiges Symbol der kosmischen Einheit, und nicht als sexuelles Ergebnis.

Im Ritual begegnen sich zwei Praktizierende,  als Verkörperung von Shiva und Shakti – in einer Haltung von Achtsamkeit, Verehrung und Präsenz. Die körperliche Vereinigung kann Teil des Rituals sein, muss es aber nicht. Entscheidend ist die innere Haltung: das Erkennen des Göttlichen im Anderen. Sexualität wird als spirituelle Kraft, die – bewusst geleitet – zur Transformation führt.

Maithuna steht für die Rückkehr zur Quelle: Die polaren Kräfte des Lebens, das Männliche und das Weibliche, das Aktive und das Empfangende, werden nicht aufgehoben, sondern in bewusster Resonanz erlebt. Diese Verschmelzung führt zu einem Zustand, in dem Begehren und Bewusstsein ineinander übergehen.

Das Ritual wird durchgeführt, wenn die innere Reife vorhanden ist, die Energie nicht mehr als persönlich oder besitzergreifend zu erleben, und als Ausdruck des Göttlichen in allem. Es ist ein Initiationsritus – ein Tor, durch das der Körper selbst zum Tempel wird und das Bewusstsein das Heilige in der Materie erkennt.

So verstanden ist Maithuna eine Offenbarung: ein heiliges Ja zum Leben, zum Körper und zu dem großen Ganzen.


Nächste Rituale


Worum es geht

Maithuna ist keine Technik und kein erotisches Abenteuer. Es ist ein Initiationsweg, eine Einladung, die Vereinigung von Shiva (Bewusstsein) und Shakti (Lebensenergie) im eigenen Körper zu erleben.
Damit dieser Weg getragen und sicher ist, braucht es Vorbereitung: im Körper, im Bewusstsein, in der inneren Haltung.

An diesem Wochenende öffnen wir die Grundlagen dieser Praxis:

  • Bewusster Atem und Beckenwahrnehmung
  • Arbeit mit den Chakras, besonders Wurzel-, Sakral- und Herzchakra
  • Das Prinzip der Polarität: Aktivität & Hingabe, Shiva & Shakti, Geben & Empfangen
  • Achtsame Berührung und energetische Resonanz
  • Umgang mit Erregung, Scham, Grenzen und Vertrauen
  • Rituale der Verehrung und Selbstverankerung im Herzraum

Diese Übungen führen dich Schritt für Schritt in eine Präsenz, in der sexuelle Energie als Lebenskraft erfahren wird, frei von Ziel, frei von Anhaftung und getragen von Bewusstsein.

 

Was dich erwartet

  • Atem- und Körperarbeit zur Öffnung des energetischen Zentrums
  • Partnerübungen mit klarer Kommunikation und bewusster Zustimmung
  • Tantrische Herz- und Beckenmeditationen
  • Elemente aus der Bhakti-Praxis: Klang, Mantra, Verehrung
  • Einführung in die energetische Vorbereitung auf Maithuna
  • Rituale zur Reinigung, Erdung und Einstimmung

Alle Übungen sind angeleitet und freiwillig. Jede Begegnung geschieht in Achtsamkeit und Respekt vor deinen Grenzen.


Für wen ist das Seminar geeignet

Dieses Wochenende ist für dich,

  • wenn du tantrische oder körpertherapeutische Erfahrung hast,
  • wenn du eine bewusste Verbindung von Sexualität, Herz und Spiritualität suchst,
  • wenn du dich auf das Maithuna-Ritual vorbereiten möchtest, ohne an der Kama Tantra Jahresgruppe teilgenommen zu haben,
  • und wenn du dich in einem geschützten, respektvollen Rahmen tiefer auf tantrische Energiearbeit einlassen willst.

Es ist offen für Singles, Paare und alle Geschlechtsidentitäten, im Geist unseres Inklusionskodex.


Was du mitnimmst

  • Ein klares Verständnis dessen, was Maithuna wirklich bedeutet
  • Werkzeuge, um mit Erregung, Energie und Emotion präsent zu bleiben
  • Vertrauen in deinen Körper und deine Grenzen
  • Eine geerdete Vorbereitung auf das heilige Ritual der Vereinigung
  • Eine tiefere Verbindung zu deinem Herzen – als Quelle von Bewusstsein und Liebe

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach

 


Seminarort

Kama Tantra Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Uhrzeiten

 

Samstag:  10.00 – 18.00 Uhr

Sonntag: 10.00 – 17.00 Uhr


Unterkunft und Verpflegung

Wir laden dich herzlich ein in Gemeinschaft zu übernachten im Wandel-Raum. Bring einfach deinen Schlafsack oder dein Bettzeug mit. Wenn Du eher einen Rückzugsort für dich brauchst, kannst du die Nacht auch zu Hause oder anderswo verbringen. Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

Tee und Wasser sowie kleinere Snacks für zwischendurch gibt es vor Ort. Mittags wird es eine lange Mittagspause geben, in der du entweder selbst Mitgebrachtes im Seminarraum essen kannst, oder du kannst dir was zu essen bestellen, um dich zu stärken.


Kosten

Seminargebühr: 270 € – Frühbucher-Tarif bis 30. Juni 2026: 250 €

(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Übernachtung im Seminarraum 15 € pro Person/Nacht

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

 

Mahāprema – Die mystische Liebe – Jahresgruppe 5

Liebe als göttliche Präsenz

Nach der Reifung des Herzens in Prema öffnet sich am fünften und letzten Wochenende der Weg zur heiligen Dimension der Liebe – wo Liebe, Bewusstsein und Körper im Einklang schwingen. Mahāprema bedeutet große, universelle Liebe, jene, die nichts ausschließt.

In diesem Seminar bereiten wir uns auch auf das tantrische Liebesritual (Maithuna) vor. Der spirituelle Höhepunkt ist ein sinnliches Verehrungsritual ohne Vereinigung. Es ist eine Reise in die sakrale Wahrnehmung des Anderen, eine Transformation von Begehren in Bewusstsein.

„In der wahren Vereinigung der Körper wird das Universum für einen Augenblick neu erschaffen.“ – D.H. Lawrence

 


Tantra Jahresgruppe 2026 – Ein Jahr der Liebe

Die fünf Gesichter der Liebe im Licht des Śaiva-Tantra

Tantra Jahresgruppe in Aachen - Ein Jahr der LiebeDieses Seminar ist der fünfter Abschnitt der Jahresgruppe „Ein Jahr der Liebe“. Diese führt dich durch fünf Erfahrungsräume, in denen Liebe in all ihren Formen erfahrbar wird – von ihrem unschuldigen Ursprung bis zur mystischen Vereinigung von Shiva und Shakti.

Ein Jahr der Liebe lädt dich ein, Liebe in ihren vielen Gestalten neu zu entdecken: als zarte Unschuld, als lebendige Kraft, als Begegnung, als reife Hingabe und schließlich als göttliche Präsenz.

>> Über die Jahresgruppe 2026 „Ein Jahr der Liebe“


Liebe wird in diesem Seminar zum Gebet: zu einer inneren Haltung, in der Sexualität, Zärtlichkeit und Stille eins werden. Alles, was du in den vorigen Phasen erfahren hast, verdichtet sich zu einer Essenz und zu einem Spüren: Ich bin Leben. Ich bin Liebe.

Wenn du dich mit der Energie von Shiva und Shakti verbindest, entsteht ein inneres Yab-Yum: eine stille, lebendige Vereinigung in dir selbst – zwischen Bewusstsein und Energie, Stille und Bewegung, Himmel und Erde.


Was dich erwartet

  • Rituale der Vorbereitung: Reinigung von Herz und Körper.
  • Partnerübungen, in denen der Körper als Tempel, und die Berührung als Gebet erlebt werden.
  • Heilige tantrische Massage: als Ausdruck von Respekt, Bewusstheit und Hingabe. Als Verkörperung von Präsenz und Achtsamkeit.
  • Meditationen auf die göttliche Polarität von Shiva und Shakti: das innere Erleben von Weite und Lebendigkeit, Ruhe und Schöpfungskraft.
  • Verkörperung: In der Arbeit mit der vertikalen Energieachse (von der Wurzel bis zum Scheitel) lernst du, sexuelle Energie durch alle Chakras zu leiten, bis sie das Herz durchdringt und sich in stille, lichtvolle Präsenz verwandelt.

Für wen es ist

  • Du möchtest Liebe als spirituelle Kraft erfahren, als Bewusstsein in Bewegung.
  • Du spürst, dass Sexualität für dich mehr sein kann als Lust.
  • Du willst lernen, Energie zu halten, ohne sie zu kontrollieren oder zu verlieren.
  • Du sehnst dich danach, den Körper als Tempel des Göttlichen zu erleben.
  • Du möchtest dich auf das Maithuna-Ritual vorbereiten oder einfach die Dimension heiliger Erotik erforschen.

Was du mitnimmst

  • Die Erfahrung von Erotik als Gebet.
  • Eine tief verkörperte Verbindung von Körper, Bewusstsein und Herz.
  • Die Erfahrung des siebten Chakras als Tor zum Universum, als inneres Leuchten, das dich mit allem verbindet.
  • Werkzeuge, um Energie zu transformieren und zu verankern.
  • Ein Gefühl von Frieden, Präsenz und Verehrung, im Kontakt mit dir selbst und dem Leben.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach


Seminarort

Kama Tantra Praxis Kurbrunnenstraße AachenPraxis Kurbrunnen

Kurbrunnenstraße 30
52066 Aachen

Die Praxis ist vom Hauptbahnhof Aachen aus leicht zu Fuß zu erreichen.


Kosten

Einzelseminar Die mystische Liebe350 Euro320 Euro (bis 31.07.2026)

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diese Jahresgruppe.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“ zu lesen.

 

Jahreszyklus 2026: Herbst – Loslassen und Transformation im tantrischen Fluss

Der Herbst ist eine Zeit des Wandels, des Loslassens und der inneren Transformation. Die Natur zieht sich langsam zurück, die Blätter fallen, und es entsteht Raum für etwas Neues. Aus tantrischer Sicht lädt uns der Herbst dazu ein, bewusst Abschied zu nehmen und uns für den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu öffnen – sowohl im äußeren als auch im inneren Leben. Diese Zeit des Jahres symbolisiert die Akzeptanz der Vergänglichkeit und die Möglichkeit, tief in den Prozess der Erneuerung einzutauchen.


Samsara-Rad

Tantra und die Jahreszeiten des Seins

Dieser Wochenend-Workshop ist der vierte und letzte Teil des Zyklus „Tantra und die Jahreszeiten des Seins“. Du kannst an jedem Teil einzeln teilnehmen, aber du wirst am meisten davon profitieren, den gesamten Zyklus zu vervollständigen.

>> Zum Jahreszyklus


Tantra und der Herbst

In der tantrischen Philosophie wird der Herbst als eine Phase des bewussten Loslassens gesehen. Es ist die Zeit, in der wir nicht nur körperlich, sondern auch emotional und geistig Altes verabschieden und Platz für Neues schaffen. Tantra lehrt uns, dass Loslassen ein natürlicher Teil des Lebenszyklus ist, der uns die Chance gibt, uns von Dingen zu trennen, die uns nicht mehr dienen, und uns gleichzeitig für tiefere Transformationen zu öffnen. Im Herbst lernen wir, die Schönheit des Verfalls zu akzeptieren und die Kraft der inneren Erneuerung zu erfahren. In diesem Workshop werden wir von dem Gott Shiva inspiriert und angeleitet.


Kali - Herbst, Loslassen und Transformation

Kali, die Göttin der Transformation und des Loslassens

Im Herbst, wenn die Natur loslässt, wirkt Kali mit ihrer unerschütterlichen Energie der Transformation. Sie steht für das Durchdringen alter Schichten und Muster, für das Loslassen auf der tiefsten Ebene, um uns vollständig zu erneuern. Kali lehrt uns, in der Tiefe Kraft zu finden und das Potenzial des Neubeginns in der Dunkelheit zu entdecken.


Was dich erwartet

  • Ritual des Loslassens: In einem kraftvollen tantrischen Ritual wirst du eingeladen, dich bewusst von alten Mustern, Ängsten und Glaubenssätze zu verabschieden. Dieses Ritual unterstützt dich dabei, innere Transformation zuzulassen und Platz für Neues zu schaffen.
  • Meditationen für Transformation und innere Reinigung: Spezielle tantrische Meditationen helfen dir, dich tief mit deinem Inneren zu verbinden und den Prozess des Loslassens auf einer emotionalen und geistigen Ebene zu begleiten.
  • Körperarbeit und Atemtechniken: Durch sanfte, aber tiefgehende körperliche Übungen und Atemtechniken unterstützt du deinen Körper dabei, alte Energien loszulassen und neue Kraft zu schöpfen. Diese Praxis fördert die innere Reinigung und das Erleben von Klarheit.
  • Naturverbundenheit und Reflexion: Der Herbst inspiriert uns dazu, uns mit den natürlichen Zyklen des Lebens zu verbinden. Wir nutzen die Energie der Jahreszeit, um in die Stille und Reflexion einzutauchen und uns mit dem natürlichen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt zu verbinden.

Für wen ist das Seminar geeignet

  • Menschen in Übergangsphasen: Wenn du dich in einer Zeit des Wandels befindest oder das Gefühl hast, etwas in deinem Leben loslassen zu müssen, bietet dieses Seminar dir den Raum, dies bewusst zu tun.
  • Suchende nach innerer Reinigung und Klarheit: Der Herbst ist eine Zeit der Reflexion und Reinigung. Dieses Seminar unterstützt dich dabei, Klarheit in deinem Leben zu finden und unnötige Belastungen loszulassen.
  • Anfänger und Fortgeschrittene in tantrischer Praxis: Dieses Seminar ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Praktizierende geeignet. Es bietet dir die Möglichkeit, deine tantrische Praxis zu vertiefen und den Prozess des Loslassens und der Transformation auf einer tieferen Ebene zu erfahren.
  • Menschen, die bewusst mit der Natur im Einklang leben wollen: Der Herbst lädt uns ein, in den natürlichen Rhythmus des Lebens einzutauchen. Dieses Seminar ist ideal für Menschen, die sich intensiver mit den Zyklen der Natur verbinden möchten.

Dein Nutzen

  • Befreiung von alten Mustern und Glaubenssätzen: Durch das bewusste Loslassen und die innere Reinigung wirst du neue Klarheit und Leichtigkeit in deinem Leben erfahren. Dies gibt dir die Möglichkeit, dich auf das zu fokussieren, was dir wirklich wichtig ist.
  •  Transformation und innere Erneuerung: Der Herbst ist eine Zeit des Wandels. Du wirst lernen, dich dem natürlichen Prozess der Veränderung hinzugeben und aus der inneren Transformation gestärkt hervorzugehen.
  • Verbesserte emotionale Balance: Indem du dich mit den natürlichen Zyklen des Lebens verbindest, wirst du lernen, Veränderung und Vergänglichkeit als einen natürlichen Teil des Lebens zu akzeptieren. Dies fördert innere Ruhe und emotionale Ausgeglichenheit.
  • Stärkung der Verbindung zur Natur und zu dir selbst: Du wirst die kraftvolle Energie des Herbstes nutzen, um deine Beziehung zur Natur und zu dir selbst zu vertiefen. Dies hilft dir, im Alltag bewusster und geerdeter zu leben.

Lass dich von der transformierenden Energie des Herbstes leiten und erfahre die Kraft des bewussten Loslassens. Dieses Seminar lädt dich ein, die Schönheit im Wandel zu entdecken und dich innerlich für neue Möglichkeiten zu öffnen. Erlebe den Herbst als Zeit der Reflexion, Reinigung und tiefen Transformation auf einer tantrischen Reise.

Hinweis: Jede Jahreszeit kann auch einzeln gebucht werden, aber wir empfehlen die Teilnahme an der gesamten Reihe, um den vollen Kreislauf der Transformation zu erleben.

Fühle dich eingeladen, die Kraft der Jahreszeiten und des tantrischen Weges zu erleben und dich tiefer mit dir selbst und dem Leben zu verbinden.


Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Christiane

Christiane Wächter

Sexologin und Kommunikationstrainerin


Seminarort

Kama Tantra Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Uhrzeiten

Samstag:  10.00 – 22.30 Uhr

Sonntag: 10.00 – 18.00 Uhr


Unterkunft und Verpflegung

Wir laden dich herzlich ein am Samstagabend nach dem Ritual in Gemeinschaft zu übernachten im Wandel-Raum. Bring einfach deinen Schlafsack oder dein Bettzeug mit. Wenn Du eher einen Rückzugsort für dich brauchst, kannst du die Nacht auch zu Hause oder anderswo verbringen. Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

Tee und Wasser sowie kleinere Snacks für zwischendurch gibt es vor Ort. Mittags wird es eine lange Mittagspause geben, in der du entweder selbst Mitgebrachtes im Seminarraum essen kannst, oder du kannst dir was zu essen bestellen, um dich zu stärken.


Kosten

Seminargebühr: 290 € – Frühbucher-Tarif bis 31. Juli 2026: 260 €

(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Übernachtung im Seminarraum 15 € pro Person/Nacht

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.

Wir freuen uns, wenn wir uns vorher mit dir unterhalten können. Dabei können wir uns kurz kennenlernen und wir erzählen dir gerne mehr über Kama Tantra und über diesen Workshop.

Ist Tantra neu für dich? Dann empfehlen wir dir unseren Blogbeitrag „Zum ersten Mal zu Tantra gehen – Was dich bei deinem ersten Seminar erwartet“

Melde dich jetzt an mit unserer Ticketmodule  und mache den ersten Schritt auf dem Weg zu einem ausgeglicheneren und erfüllteren Leben.

Maithuna – Das heilige Ritual der Vereinigung

Dieses Seminar ist ein Ritual-Wochenende für Menschen, die den tantrischen Weg bereits erfahren haben – Teilnehmer:innen der Jahresgruppe oder unseres vorbereitenden Maithuna-Seminars.

Im Zentrum steht das Maithuna-Ritual – die sakrale Vereinigung von Shiva und Shakti, Bewusstsein und Energie, Stille und Bewegung.  Hier wird alles, was du über das Jahr erfahren hast, in ritueller Form verkörpert. Das Maithuna ist kein sexuelles Ritual im profanen Sinn, sondern eine Meditation in Liebe und Sexualität, ein heiliges Spiel zwischen Form und Leere, Körper und Bewusstsein.


Spirituelle Grundlage

In der Shaiva-Tradition ist Maithuna die Rückkehr zur Einheit: Shiva (Bewusstsein) erkennt sich in Shakti (Energie), Shakti erkennt sich in Shiva. Diese Vereinigung ist ein Akt des Erkennens, eine Erfahrung, dass göttliche Liebe durch uns fließt, in uns atmet und uns erschafft.

In diesem Sinn ist Maithuna eine Meditation über die Ganzheit des Lebens. Alles, was getrennt schien, männlich und weiblich, innen und außen, Körper und Geist, wird in diesem Raum wieder eins.


Verkörperung

Verkörperung in diesem Seminar bedeutet, den Körper als heiligen Tempel zu erleben. Es geht hier nicht um die sexuelle Vereinigung von Mann und Frau, sondern um die energetische Vereinigung der inneren Göttlichkeit. Mann und Frau verwandeln sich in Shiva und Shakti und gehen über ihr irdisches Selbst hinaus.

Wir üben, die Lebensenergie vom Becken über die Chakren bis zum Scheitel zu führen, bis sie sich im Herzen in Licht verwandelt. In der Yab-Yum-Haltung wird dieser Strom spürbar. Die Energie fließt durch beide Körper, durch den Atem, durch Bewegung und durch Vereinigung, in einem göttlichen Kreislauf.
Ekstase wird als Weite erlebt, und nicht als Höhepunkt, als ein Einswerden mit dem großen Ganzen,
in einer Stille, in der alles mit allem verbunden ist und die göttliche Liebe in dir atmet.


Vorbereitung

Um dich in dieser Tiefe öffnen zu können, braucht es Vorbereitung. Teilnehmende werden gebeten, vor dem Seminar täglich Yoga- und Atemübungen, stille Meditation und kurze Reflexionsphasen zu praktizieren. Eine begleitende Lektüre führt dich in die symbolische Bedeutung von Maithuna ein und unterstützt die innere Ausrichtung. Diese Vorbereitung öffnet Körper und Geist für die feine Schwingung, in der das Ritual stattfindet.


Was dich erwartet

  • Einführung in die tantrische Symbolik von Shiva und Shakti
  • Beckenatmung (Yoni–Lingam Atmung) und Atem durch die Chakras
  • Meditation über die Vereinigung der Energien – das innere Maithuna
  • Osho Chakra Breathing Meditation zur Aktivierung der Energiezentren
  • Partnerübungen in Achtsamkeit, Präsenz und Verehrung
  • Yab-Yum-Praxis: Shiva und Shakti in verkörperter Meditation
  • Das Maithuna-Ritual als Höhepunkt: eine Feier göttlicher Liebe,
    getragen von Bewusstsein, Atem, Stille und Hingabe.

Für wen ist das Seminar geeignet

Dieses Ritual ist für dich, wenn du

  • die Jahresgruppe Ein Jahr mit Liebe abgeschlossen hast,
  • oder an unserem vorbereitenden Seminar teilgenommen hast,
  • du bereit bist, Sexualität als heiligen Ausdruck von Bewusstsein zu erfahren,
  • du dich körperlich, emotional und spirituell in Achtsamkeit vorbereiten möchtest.

Teilnahme erfordert Reife, Sensibilität und die Bereitschaft, Grenzen und Räume achtsam zu respektieren.
Alle Übungen erfolgen in klarer Freiwilligkeit und unter Begleitung erfahrener Lehrer:innen.

Vorbereitendes Seminar

(wenn du nicht an der Jahresgruppe teilgenommen hast)


Was du mitnimmst

  • Eine tiefe Erfahrung von Einheit, über Körper und Dualität hinaus
  • Ein geheiligtes Verständnis von Erotik als Gebet und Bewusstsein
  • Innere Ruhe, Weite und eine neue Verankerung im Körper
  • Die Erkenntnis, dass Liebe nicht getan wird – sie ist.

Seminarleitung

Marc van Daele - Kama Tantra

Marc van Daele

Tantrischer Begleiter, Gruppenleiter für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Gründer von Kama Tantra

Tina

Tina Göthel

Gruppenleiterin für körperpsychotherapeutische Paar- und Sexualtherapie und Business & Life Coach


FAQ – Häufige Fragen zum Maithuna-Ritual

Das Maithuna-Ritual ist für viele Menschen eine tiefe und zugleich sensible Erfahrung. Es berührt Körper, Herz und Seele – und oft auch alte Bilder, Ängste oder Unsicherheiten über Sexualität und Nähe. Diese Fragen und Antworten sollen dir helfen, das Ritual realistisch, sicher und ohne falsche Erwartungen zu verstehen.
Bei Kama Tantra steht Bewusstheit vor Erfahrung, und Freiheit vor Form. Jede Begegnung geschieht im Respekt, mit Zustimmung und in Achtsamkeit – immer im Einklang mit unserem Inklusionskodex.

Maithuna kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „heilige Vereinigung“. Es symbolisiert das Zusammenspiel von Shiva (Bewusstsein) und Shakti (Energie), das in jedem Menschen wirkt. Im Ritual wird diese Einheit sinnlich, energetisch und spirituell erfahrbar.

Nein. Maithuna findet nur zwischen Menschen statt, die beide ein klares, freies Ja haben. Dieses Einverständnis ist heilig. Niemand wird zu einer Begegnung gedrängt. Du wählst selbst, mit wem du teilst, und in welcher Form.

Ein vollständiges Ritual mit Einstimmung, Begegnung, Energiearbeit und Nachspüren dauert meist drei bis vier Stunden. Es gibt keine feste Zeitvorgabe. Die Tiefe entsteht durch Langsamkeit, Stille und Präsenz.

Nein. Maithuna ist kein „sexueller Akt“, sondern ein Bewusstseinsritual. Körperliche Vereinigung kann Teil des Rituals sein, ist aber niemals Pflicht. Viele erleben Maithuna in Form von Berührung, Atem, Blick oder innerer Verbindung. Das Entscheidende ist die Haltung von Achtsamkeit und Verehrung.

Ja, ausdrücklich. Das Ritual ist jenseits von Geschlecht oder sexueller Orientierung. Shiva und Shakti sind energetische Prinzipien – Bewusstsein und Energie – die in jedem Menschen leben, unabhängig von Identität oder Körperform. Queere, trans*, non-binäre und polyamor lebende Menschen sind herzlich willkommen.

Achtsamkeit ist zentral. Wenn körperliche Vereinigung geschieht, dann nur mit gegenseitigem Vertrauen, klarer Kommunikation und Schutz. Außer bei monogamen Paaren, sind Kondome oder andere sichere Formen selbstverständlich. Spirituelle Tiefe und Verantwortung gehören zusammen.

Maithuna erfordert keine bestimmte Körperform oder Beweglichkeit. Es kann im Sitzen, Liegen oder durch innere Meditation erlebt werden. Die Praxis wird an deine körperlichen Möglichkeiten angepasst. Präsenz zählt, nicht Leistung.

Das ist völlig in Ordnung. Im tantrischen Verständnis ist sexuelle Energie unabhängig von körperlicher Erregung. Weichheit kann Ausdruck von Vertrauen, Hingabe und tiefer Entspannung sein. Es geht nicht um Funktion, sondern um Bewusstsein.

 


Seminarort

Kama Tantra Workshop im Wandel-Raum in Wuppertal

Wandel-Raum
Rheinstraße 53A
42117 Wuppertal

Wuppertal liegt zentral in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist von Aachen, Bochum, Duisburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen aus leicht zu erreichen.


Uhrzeiten

Freitag: 19.00 – 22.00 Uhr

Samstag:  10.00 – 22.30 Uhr

Sonntag: 10.00 – 14.00 Uhr


Unterkunft und Verpflegung

Wir laden dich herzlich ein in Gemeinschaft zu übernachten im Wandel-Raum. Bring einfach deinen Schlafsack oder dein Bettzeug mit. Wenn Du eher einen Rückzugsort für dich brauchst, kannst du die Nacht auch zu Hause oder anderswo verbringen. Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

Tee und Wasser sowie kleinere Snacks für zwischendurch gibt es vor Ort. Mittags wird es eine lange Mittagspause geben, in der du entweder selbst Mitgebrachtes im Seminarraum essen kannst, oder du kannst dir was zu essen bestellen, um dich zu stärken.


Kosten

Seminargebühr: 350 € – Frühbucher-Tarif bis 31. Juli 2026: 320 €

(Verpflegung und Unterkunft nicht inbegriffen)

Übernachtung im Seminarraum 15 € pro Person/Nacht

Wir finden es wichtig, dass auch Menschen in einer prekären finanziellen Situation an unseren Seminaren teilnehmen können. Deshalb bieten wir bei unseren Veranstaltungen immer einen Platz zu einem ermäßigten Preis an. Wenn du glaubst, dass du dafür in Frage kommst, kontaktiere uns bitte.

Ermäßigung für Studierende

Wir wollen jungen Menschen den Zugang zur tantrischen Selbsterfahrung erleichtern. Deshalb bieten wir Studierenden einen Rabatt von 20% auf die volle Teilnahme-Gebühr für unsere Wochenendseminare.

Bedingungen:

  • Gültiger Studierendenausweis oder Immatrikulationsbescheinigung
  • Gilt für Vollzeitstudierende bis 30 Jahre
  • Begrenzte Plätze pro Workshop verfügbar

So funktioniert’s:

Schick uns einfach eine E-Mail (info@kamatantra.eu) mit einem Nachweis deiner Studienberechtigung und gib an, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest. Wir melden uns zeitnah bei dir.


Anmeldung

Eine Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass du an der Tantra-Jahresgruppe in Aachen oder am Vorbereitungswochenende teilgenommen hast. Wenn du denkst, dass du woanders schon genug Erfahrung gesammelt hast, um mitzumachen, dann melde dich bei uns.

Wir bitten dich, dich zusammen mit einem Ritualpartner/einer Ritualpartnerin anzumelden. Wir sind offen für alle Geschlechtskonstellationen, ob Mann-Frau, queer oder nicht-binär.
Gib im Anmeldeformular den Namen deines Ritualpartners, deiner Ritualpartnerin an. Bitte beachte, dass ihr euch beide separat anmelden müsst. Wenn du keine.n Ritualpartner:in hast, melde dich bitte bei uns.

Alle Anmeldungen sind verbindlich. Bevor du dich für ein Seminar anmeldest, lies bitte die Stornierungsbedingungen und den Verhaltenskodex von Kama Tantra.